CSM kritisiert Asylpolitik

Dass der Flughafen als Standort für die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber vom Tisch ist, ist nun offiziell. Das Grundstück in dem Gewerbegebiet soll bereits einen Käufer gefunden haben. Die Stadtratsfraktion der CSM begrüßt, dass die städtische Wohnbaugesellschaft (WBG) nun nicht mehr in die Gestaltung der Erstaufnahmeeinrichtung involviert ist. Foto: Archiv

Dass der Flughafen als Standort für die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber vom Tisch ist, ist nun offiziell. Das Grundstück in dem Gewerbegebiet soll bereits einen Käufer gefunden haben. Die Stadtratsfraktion der CSM begrüßt, dass die städtische Wohnbaugesellschaft (WBG) nun nicht mehr in die Gestaltung der Erstaufnahmeeinrichtung involviert ist.

"Das verschachtelte Konstrukt zwischen Freistaat Bayern, der Stadt Augsburg und der WBG mit dem Ziel der schnellen Schaffung einer Erstaufnahme ist also vom Tisch - und ist gut so", erklärt die Fraktionsvorsitzende Claudia Eberle in einer Pressemitteilung.

Sie könne der Entwicklung zwei positive Seiten abgewinnen. Zum einen könne die WBG ihr Geld dorthin fließen lassen, wo es hingehöre, "nämlich in den Wohnungsbau und die Wohnraumversorgung der Augsburger". Zum anderen könne die Regierung von Schwaben die dringend notwendige Erstaufnahmeeinrichtung in alleiniger Zuständigkeit und damit zeitnah schaffen.

Die zeitliche Verzögerung habe nach Auffassung Eberles nun aber dazu geführt, dass die Stadt die Asylsuchenden selbst unterbringen muss. Aus Sicht der CSM ist das nicht sinnvoll: "In Augsburg mit so vielen Wohnungssuchenden macht es aber keinen Sinn, Asylbewerber in Wohnungen unterzubringen", heißt es in der Presseerklärung weiter. "Vielmehr ist das Augenmerk auf die Schaffung von Unterkünften zu legen, die auf passenden Grundstücken in Modulbauweise schnell und effektiv zu erstellen sind. Das ist in jedem Falle besser, als dem Markt ohnehin knappen Wohnraum zu entziehen oder Turnhallen zu nutzen", so der Vorschlag der CSM.

Doch wie schnell die Erstaufnahmeeinrichtung an der Berliner Allee geschaffen werden könnte, ist sich auch die schwäbische Regierung noch nicht sicher und nennt hierfür kein genaues Datum. Der Bau an der Berliner Allee soll jedoch noch in diesem Jahr starten. Dort sollen mindestens 500 Flüchtlinge Platz finden, außerdem beinhalten die Pläne einen Verwaltungsbereich und Sozialräume. Das standortunabhängige Raumprogramm ist bereits genehmigt.
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