Der Perlachturm bleibt länger geschlossen als geplant - Rückkehr mit Aufzug?

Bröckelndes Wahrzeichen: Der mehr als 1000 Jahre alte Perlachturm wird wohl bis 2021 geschlossen bleiben (Foto: David Libossek)

Wie aus einem neuen Gutachten bekannt wurde, steht es um den Perlachturm noch schlechter, als bisher angenommen. Die Geländer seien zu 600 Prozent ausgelastet, die Tragfähigkeit der Treppen zu gering. Im Hochbauausschuss wurden nun Details zur Zukunft des Wahrzeichens bekannt. Es wird mindestens bis 2021 geschlossen sein.

Die wohl wichtigste Meldung: Bis 2019 wird weder renoviert noch repariert. Bis dahin wird der Perlachturm für die Öffentlichkeit komplett geschlossen bleiben. Für Besucher habe bislang jedoch „keine ernsthafte Gefahr“ bestanden, betonte Baureferent Gerd Merkle. Die Ergebnisse des Gutachtens hätten die Stadt jedoch zum Handeln gezwungen. der Perlachturm ist bereits für Besucher gesperrt.

"Macht keinen Sinn, schon ab 2018 zu sanieren"

Da die Tragfähigkeit der Treppe nicht für die häufig größeren Besuchergruppen ausgelegt wäre, sei der neue Plan, die Treppen „von oben nach unten herauszusägen“ und mit Hilfe eines Krans abzutransportieren und durch neue Fertigelemente zu ersetzen, erklärte Merkle. Mit den Arbeiten könne aber frühestens 2019 angefangen werden, also ein Jahr später als bisher geplant. Grund dafür sei, dass ein komplett neuer Bauplan angefertigt werden muss. „Solange die Sensibilität der Baustruktur nicht genau bekannt ist, hat es keinen Sinn, mit den Sanierungsarbeiten in 2018 zu beginnen“, folgerte Merkle.

Im nächsten Jahr sollen erst die Ausschreibungen für die Treppen und auch die ohnehin geplanten Arbeiten erfolgen. Die daraus resultierende einjährige Pause korrespondiere allerdings mit der Brandschutzsanierung des Rathauses, auf die man sich im nächsten Jahr konzentrieren werde, argumentierte der Referent. So gebe es auch nicht zwei Baustellen nebeneinander, ergänzt Ausschussleiter Stefan Quarg. Der Perlachturm wird also voraussichtlich erst wieder im Jahr 2021 für Besucher zugänglich sein.

Ein Aufzug für den Perlachturm?

In diesem Rahmen kam aus dem Gremium auch die Frage nach einem Aufzug für den Turm auf. Bis dato ist die Aussichtsplattform über 231 Stufen erreichbar und folglich nicht barrierefrei. Die schmale Bauweise der unteren zwei Stockwerke mache es jedoch kompliziert, einen Lift einzubauen.

Ein Aufzug müsste daher entweder getrennt, mit Übergang im zweiten Stockwerk, oder komplett an der Außenseite des Turms realisiert werden.
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