Der Schwabentag 2016: 87 Aussteller, 1000 Teilnehmer und alles inklusiv

Augsburg (pm). Am Samstag, 25. Juni bringt der Bezirk Schwaben den Schwabentag erstmals nach Augsburg. Und heuer steht ganz das Thema „Inklusion“ im Vordergrund. Für Gastgeber und Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert ist es ein ganz wichtiges Anliegen, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was Inklusion bedeutet und wie man dazu beitragen kann. „Denn Inklusion geht uns alle an - sie ist nicht nur eine Sache der Politik oder des Geldes, sondern vor allem eine Angelegenheit der Bewusstseinsbildung.“

87 Aussteller und insgesamt über 1000 aktive Teilnehmer aus ganz Schwaben zeigen von 12.00 bis 18.00 Uhr in der Halle 7 der Messe Augsburg und in deren Außenbereich, wie Inklusion geht. Der Eintritt ist frei. Angesprochen werden alle Altersgruppen - so ist für Kinder, Jugendliche und Familien genauso etwas geboten wie für Senioren.

Die Schirmherrschaft haben Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, vertreten durch Staatssekretär Johannes Hintersberger, übernommen.

Der Schwabentag wird um 12.00 Uhr durch „Blas den Blues“, der ersten inklusiven Kapelle in Schwaben mit Musikern der Lebenshilfe Dillingen und der Stadtkapelle Lauingen, musikalisch eröffnet. Anschließend wird Moderator Gerald Drews zusammen mit Maria Hütter, Prüferin für Leichte Sprache, Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, Staatssekretär Johannes Hintersberger und Irmgard Badura zum Thema Inklusion befragen.

Am Tag der Begegnung ist alles „inklusiv“. Soll heißen: Es werden Texte in Leichter Sprache auf eine Leinwand übertragen, Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher sind vor Ort. Es gibt Infopoints für Menschen mit Behinderung, CABito (ein leicht begreifliches Informationssystem) und Programmhefte in Leichter Sprache, ebenso wie Hilfen für Menschen mit Sehbehinderung und Blinde.

Sport und Aktionen zum Mitmachen spielen eine große Rolle am „Tag der Begegnung“: Passend zur Fußball-Europameisterschaft in Frankreich können die Besucher bei der Torschussmessanlage des Bayerischen Fußballverbandes, Bezirk Schwaben ihre Schusskraft prüfen oder sich beim Human Soccer mit anderen fußballinteressierten Besuchern messen. Darüber hinaus wird es unter anderem Rollstuhlrugby und- basketball zum Selbertesten mit den AuXburg Basketz (SV-Reha Augsburg e.V.) geben. Gegen Ende der Veranstaltung rocken und rappen dann noch drei inklusive Bands die Bühne und heizen dem Publikum richtig ein: „Tintenfisch“, „Rough Diamonds“ und “Rempac”.

Im Informationsbereich sind unter anderem Kommunen, so Augsburg, Kaufbeuren und Kempten und einige Landkreise vertreten, die über ihre kommunalen Aktionspläne Inklusion informieren, Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie der Tourismusverband Allgäu-Schwaben, die Regio Augsburg Tourismus GmbH, Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Schwaben, Wohlfahrtsverbände und Sportvereine. Hier kann sich das Publikum beraten und informieren lassen, was die Inklusion von Menschen mit Behinderung bedeutet und wie man sie selbst umsetzen kann.

Neben Kultur, Unterhaltung und Musik, Information und Beratung für alle Lebenslagen, Sport und Mitmachaktionen für die ganze Familie wird es eine Tombola mit tollen Preisen geben. So gibt es zum Beispiel eine Tagesfahrt mit dem erdgas schwaben-Bus Bobo zu gewinnen, einen Ausflug mit der Bayerischen Regiobahn, Eintrittskarten in Museen in ganz Schwaben und in Erlebnisbäder, sowie Ammersee-Fahrten dank des Bahnparks Augsburg und viele Sachpreise.

Die Vielfalt der schwäbischen Region mit ihrer Kultur, Tradition und ihren Werten darzustellen - das ist das Konzept des Schwabentages, den der Bezirk Schwaben seit 2008 jährlich an eine schwäbische Kommune vergibt. Nach Stationen unter anderem in Neu-Ulm, Rain am Lech und Füssen wird der Schwabentag erstmals in der „Bezirkshauptstadt“ Augsburg durchgeführt - und in Eigenregie des Bezirks. Der Schwäbische Bezirkstag hat 2010 Leitlinien zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention in Schwaben beschlossen. „In einem Aktionsplan haben wir dann konkrete Maßnahmen festgelegt. Deren Erfüllung wird immer wieder überprüft“. Der Tag der Begegnung soll zeigen, wie man - beispielsweise in der Politik, im Sportverein, im Arbeitsleben, in der Freizeit - Inklusion leben und oft auch mit ganz wenig Aufwand und Mitteln umsetzen kann.“, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert.
Das komplette Programm im Überblick ist hier zu finden: www.bezirk-schwaben.de/Schwabentag2016
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