Einen Teil der Hausaufgaben gemacht: Sanierung an Augsburger Schulen geht voran

Im wenig schönen Keller der Grundschule St. Anna findet die Nachmittagsbetreuung der Kinder statt. (Foto: Janina Funk- Archiv)

2530 Erstklässler haben am Dienstag in Augsburg ihren ersten Schultag angetreten. In den kommenden Jahren werden sie viel Zeit in Gebäuden verbringen, die zum Teil sehr in die Jahre gekommen sind. Eine baufachliche Bestandsanalyse des Schulverwaltungsamtes hatte im Jahr 2014 gar ergeben, dass 49 der 70 Schulen dringend sanierungsbedürftig sind. Ändern soll das das Projekt "300 Millionen für unsere Schulen", in dessen Zuge bis 2030 saniert und modernisiert werden soll.

Während die Augsburger Schüler in den vergangenen Wochen Pause vom Schulalltag gemacht haben, habe es für das 2015 gestartete Programm "300 Millionen für unsere Schulen" keine Ferien gegeben, verkündet die Stadt. So sei etwa an der Brandschutzsanierung an der Wittelsbacher Grundschule in der Innenstadt weiter gearbeitet worden, die für insgesamt 1,8 Millionen Euro noch in diesem Jahr fertig werden soll.

Neben Rettungswegen und Brandschutztüren soll ein großer Teil der 300 Millionen Euro in bauliche Modernisierungen investiert werden. Denn in vielen Schulen müssen Fenster, Türen und Böden erneuert, Dächer und Fassaden saniert, Leitungen ausgetauscht oder Räume geschaffen werden. Aktuell habe die Stadt etwa in den vergangenen Wochen mit Hochdruck an der Modernisierung der Hans-Adlhoch-Grund- und Mittelschule in Pfersee gearbeitet. Bis 2019 sollen 8,9 Millionen Euro in die Arbeiten fließen.

Behindertengerechter Ausbau, technische Ausstattung und schöne Pausenhöfe

Für rund 30 Millionen Euro sollen die Schulen behindertengerecht umgebaut werden. Das schließt in erster Linie Aufzüge und Treppenlifte sowie geeignete sanitäre Anlagen ein. Ebenfalls etwa zehn Prozent des Geldes will die Stadt in Außensportanlagen und schöner gestaltete Pausenhöfe investieren. Über die Sommerferien wurde zum Beispiel die Drei-Auen-Grundschule in Oberhausen um einen Schulpavillon für 800 000 Euro erweitert.

Für noch einmal 30 Millionen Euro sollen die Schüler Büchereien, EDV-Räume oder naturwissenschaftliche Fachräume bekommen. Auch die sanitären Anlagen, die in vielen Fällen nicht mehr den Standards entsprechen sollen modernisiert werden. Im Gymnasium bei St. Anna in der Innenstadt etwa hat die Stadt in den vergangenen Wochen die naturwissenschaftlichen Fachräume modernisiert. 2,1 Million kostet die gesamte Maßnahme.

Anbauten, Sanierungen und Renovierungen an Augsburgs Schulen

Durch die Baumaßnahmen sollen aber nicht nur in die Jahre gekommene Gebäude saniert werden, es geht der Stadt auch darum, den Augsburger Schülern "eine zeitgemäße Bildung zu gewährleisten". Eine Ganztagsbetreuung mit Mittagessen, betreuter Freizeit und Hilfe bei den Hausaufgaben soll es sein. Dazu sind neben Modernisierungen an einigen Schulen auch Anbauten nötig. So wird etwa an der Grundschule vor dem Roten Tor am Neubau einer Einfachturnhalle und dem Ausbau zur Ganztagsschule für 5,3 Millionen Euro gearbeitet.

Wie die Stadt mitteilt sind weitere Projekte bereits in der Detailplanung. Die Werner-Egk-Grundschule soll ab 2017 für 2,7 Millionen Euro zur Ganztagsschule ausgebaut und um eine Mensa samt Differenzierungsräumen erweitert werden. An der Lechhauser Schiller-Grund- und Mittelschule wird von 2018 bis 2020 mit dem ersten Bauabschnitt der Sanierung und Modernisierung für 8,1 Million Euro begonnen. Am Rudolf-Diesel-Gymnasium in Hochzoll stehen der erste und zweite Bauabschnitt der Sanierung und Modernisierung für rund 11 Millionen Euro bevor.

Bis 2030 soll das Projekt allen Schulen und damit auch allen 40 000 Augsburger Schülern zugute kommen.
(Von Kristin Deibl)
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