Europa-Abgeordneter Ferber: "Ich wäre eigentlich heute früh in Brüssel gelandet"

Markus Ferber zeigte sich schockiert über die Vorfälle in Brüssel (Archivbild)
Der Augsburger Europa-Abgeordnete Markus Ferber hätte eigentlich heute Vormittag gegen 8 Uhr am Flughafen in Brüssel landen sollen. Zur gleichen Zeit ereigneten sich dort kurz nacheinander zwei Explosionen. Kurz darauf detonierte ein Sprengsatz in einer U-Bahn im Stadtzentrum. Die Sicherheitsbehörden gehen von Terroranschlägen aus, mehrere Menschen starben, zahlreiche wurden verletzt.

Ferber hatte seine Reise wegen Terminen in seinem schwäbischen Wahlkreis kurzfristig verschoben. "Ich bin Gott sei Dank in Bayern", sagt er am Telefon und atmet auf. "Dafür bin ich meinem Schutzengel dankbar." Sehr erschüttert sei er über die schlimmen Ereignisse. Als er von den Explosionen erfuhr, habe er sofort Kontakt mit seinen Mitarbeitern in Brüssel aufgenommen, erzählt er. Ihnen gehe es gut, sie seien um 8 Uhr bereits im Büro gewesen.

Er selbst werde nach Ostern wieder nach Brüssel fliegen, denn ab dem 4. April gehen die Sitzungen des Parlaments weiter. Ob er sich nun weniger sicher fühlt? Brüssel sei schon immer vergleichsweise unsicher gewesen, erklärt Ferber. "Ich habe mich da nie Illusionen hingegeben." Insbesondere nach den Festnahmen vor wenigen Tagen habe man eigentlich damit rechnen müssen, dass etwas passiert. Die Belgier müssten nun ihre Sicherheitslage in den Griff bekommen. Aber: "Hundertprozentige Sicherheit können Sie nie garantieren."

(jaf)
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