Freistaat erklärt Augsburg zur Metropole

Augsburg ist jetzt Metropole. So will es der Freistaat in seiner Fortschreibung des Landesentwicklungsplans. Foto: David Libossek

Der Freistaat Bayern schreibt sein Programm zur Landesentwicklung fort. Davon profitieren auch Augsburg und die Region. Die Bezirkshauptstadt wird neben München und Nürnberg zur Metropole erhoben und bekommt damit eine hervorgehobene Rolle in der Landesplanung.

Was das Prädikat "Metropole" nun für Augsburg bedeutet, ist bislang nicht klar umrissen. Für die Landesplanung sollen die Metropolen ganz besondere Zentren darstellen, zum Beispiel im Bezug auf die Ansiedlung wichtiger kultureller Einrichtungen oder Landesbehörden. Mit Blick auf den Ausbau des Klinikums zur Uniklinik oder auf staatliche Förderungen bei der Theatersanierung könnte sich der Metropol-Status Augsburgs positiv auswirken.

Gleichzeitig werden Königsbrunn (südlicher Landkreis) und Dinkelscherben/Zusmarshausen (westlicher Landkreis) zu neuen Mittelzentren erhoben. Diese sollen "zentralörtliche Einrichtungen des gehobenen Bedarfs vorhalten", heißt es im Landesentwicklungsprogramm (LEP). Die Metropolen, Ober- und Mittelzentren sollen künftig gemäß ihrer Funktionen weiterentwickelt werden.

Zudem werden viele Gemeinden zum "Raum mit besonderem Handlungsbedarf" erklärt. "Damit kann ein größerer Anteil Bayerns von höheren Fördersätzen, etwa beim Breitbandausbau oder der regionalen Wirtschaftsförderung, profitieren", sagte Finanz- und Heimatminister Markus Söder. Mit der neuen Fortschreibung des LEP will die bayerische Landesregierung verhindern, dass sich verschiedene Regionen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln.

Besonders Schwaben profitiert von der Heraufstufung Augsburgs zur Metropole. Die strukturelle Gleichstellung gegenüber München wird die Position der Bezirkshauptstadt in wirtschaftlicher und kultureller Sicht stärken. Das wird auch eine große Strahlkraft für die gesamte Region entwickeln, sobald der Titel "Metropole" im LEP klarer definiert ist. (cb)
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Katharine Singold aus Ustersbach | 13.07.2016 | 16:16  
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