Greenpeace demonstriert am Königsplatz

Augsburg: Königsplatz |

Umwelt-Aktivisten von Greenpeace haben am Dienstag am Augsburger Königsplatz gegen Ölbohrungen in der Arktis demonstriert. Im Mittelpunkt der Aktion stand ein riesiger "Putzlappen".

Der "Putzlappen" bestand aus 18 Bahnen, jede drei mal zwanzig Meter groß. Dafür wurden 15.000 einzelne Putzlappen vernäht, die die Aktivsten bei zahlreichen Umwelt-Aktionen in ganz Deutschland gesammelt hatten. Der Putzlappen solle symbolisieren, wie absurd es sei, zu glauben, die Arktis im Falle eines Ölunfalls säubern zu können, erklärte Aktivistin Sophia Lubin.

Ursprünglich sollte der Lappen an den Ölkonzern Shell überreicht werden. Doch Shell hatte kurzfriostig seinen Rückzug aus der Arktis bekannt gegeben. Der Konzern nannte wirtschaftliche Gründe für seinen Schritt. Hätte Shell mit der Förderung begonnen, wäre es mit einer 75 prozentigen Wahrscheinlichkeit zu einem Ölunfall gekommen, schätzte die US-Regierungsbehörde (Bureau of Ocean Energy Management). „Shells Rückzug ist ein großer Sieg für die weltweite Protestbewegung“, sagt Maximilian Laufenböck, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Augsburg.

In der Arktis finden regelmäßig Ölbohrungen statt. Dadurch wird einer der letzten unberührten Regionen der Erde gefährdet und mit ihr der Lebensraum einzigartiger Lebewesen. Um dies zu illustrieren hatten die Greenpeacemitglieder ein lebensgroßes Eisbärenkostüm mitgebracht. Immer wieder möchte Greenpeace durch Aktionen auf die Umweltzerstörung durch Ölförderung hinweisen.
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