Gribl wehrt sich gegen Schafitel

OB Kurt Gribl wehrt sich gegen die Vorwürfe, dass er sich bezüglich der möglichen Energiefusion in einem Interessenskonflikt befände. Foto: Archiv/Libossek

Augsburg Oberbürgermeister Kurt Gribl wehrt sich gegen die Vorwürfe, dass seine Interessen als Rathauschef mit denen seiner Aufsichtsmandate bei den Stadtwerken Augsburg (swa) und Erdgas Schwaben in Konflikt zu einander stünden. Stadtrat Volker Schafitel (Freie Wähler) hatte die Vorwürfe erhoben und vergangene Woche gefordert, dass Gribl seine Posten im Aufsichtsrat abgeben solle.

"Ob das Herrn Schafitel nun gefällt oder nicht, ist unerheblich und seine Sache. Meine Sache ist, dass wir unsere Eigentümerinteressen als Gesellschafterin Stadt Augsburg sowohl bei den Stadtwerken als auch bei Erdgas Schwaben geltend machen und umsetzen. Nichts anderes tue ich", kontert Gribl. Aus seinem Amt als OB und Aufsichtsratsvorsitzender beider Energieunternehmen einen Interessenskonflikt zu sehen, sei absurd. "Als Oberbürgermeister Vorsitzender in beiden Aufsichtsratsgremien zu sein, macht im Übrigen auch deutlich, dass es uns die Mitgesellschafterin Thüga schon zutraut, das Unternehmen in die richtige Richtung zu führen. Klares Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und dadurch langfristig eine sichere und preisgünstige Energieversorgung zu gewährleisten", erklärt er weiter.

Er selbst habe keine Vorteile, ob es zur Fusion der beiden Energieversorger kommen wird oder nicht. Zumal er wegen der Ablieferungsverpflichtungen an die Stadt keine Vorteile aus Aufsichtsratsvergütungen erhalten werde, falls es zur Fusion kommt.

Außerdem betone Gribl erneut, dass er sich nicht für eine Fusion ausspreche, bis nicht alle Zahlen und Bewertungen aus der Machbarkeitsstudie auf dem Tisch lägen. "Solange dies nicht der Fall ist, bleibe ich in dieser Frage ergebnisoffen", sagt er.
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