Gundremmingen – bis zu 20 Jahre alter Atommüll im Abklingbecken

In Gundremmingen werden die Abklingbecken zweckentfremdet. Verantwortungsloser Umgang mit Atommüll muss sofort beendet werden.

4.458 Brennelemente insgesamt; viele lagern dort bereits seit 1986

In Gundremmingen werden die Abklingbecken zweckentfremdet. Dies zeigt eine Anfrage der der Augsburger Grünen-Abgeordneten Christine Kamm. So lagern im Brennelementlagerbecken des Atomkraftwerks Gundremmingen, Block B (KGG B) 2.220, im Abklingbecken des Blocks C 2.238 bestrahlte Brennelemente. Verbrauchte Brennelemente befinden sich im Nasslager teilweise seit 20 Jahren, wie die Staatsregierung auf Anfrage der Grünen einräumte. Etwa zwei Drittel der seit 1986 genutzten Brennelemente lagern somit immer noch in den Nasslagern, die sich – wie in Fukushima - außerhalb des Sicherheitscontainments der Atomkraftblöcke befinden. Dabei ist eigentlich nur ein fünfjähriger Aufenthalt der abgebrannten Brennelemente im Nasslager vorgesehenen. Dann sollten die Brennelemente in Castoren umgepackt und dann anschließend im Zwischenlager abgestellt werden.

Zwischenlager als provisorisches Endlager?

„Offensichtlich nutzen aber die Betreiber das Nasslager als billiges Dauerlager abgenutzter Brennelemente und es ist abzusehen, dass das Zwischenlager, in dem mittlerweile 45 mit Atommüll gefüllte Castoren stehen, als provisorisches Endlager genutzt werden wird, da es immer noch kein Endlager gibt“, so die Grünen-Abgeordnete Christine Kamm. Von den Betreibern wird nur so viel uralter Atommüll ausgelagert, dass die beiden Atomreaktoren weiterlaufen können. Eine Vorsorge für den Atommüll für die Zeit danach wollen die Betriebsinhaber offenbar nicht treffen. Christine Kamm: „Angesichts des Entsorgungsnotstands muss die Atommüllproduktion jetzt beendet werden. Das Abschalten des AKW Gundremmingen ist aus Sicherheitsgründen notwendig und infolge der Kraftwerksüberkapazitäten sofort und problemlos möglich.“

Christine Kamm will demnächst in der Sitzung des Umweltausschusses den Bericht der bayerischen Atomaufsicht verfolgen, und kontrollieren, inwieweit diese ihrer Aufgabe nachkommt.
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