In Deuringen wird bald gebaut

Grünes Licht für den Bebauungsplan "Nördlich Deuringen Teil 3" gab der Stadtberger Stadtrat in der jüngsten Sitzung. Rasch möchte Stadtbergen Bauland für 20 Häuser zur Verfügung stellen.


Für eine etwa zehn Hektar große Entwicklungsfläche nördlich von Deuringen hat die Stadt Stadtbergen 2006 einen Rahmenplan aufgestellt. In einem ersten Schritt wurden im Jahr 2007 durch den Bebauungsplan D 66 „Nördlich Deuringen Teil 1“ zwei Hektar Bauland zur Verfügung gestellt. Da zwischenzeitlich alle Baugrundstücke verkauft wurden und nach wie vor eine erhebliche Nachfrage besteht, soll für einen weiteren Abschnitt Baurecht geschaffen werden.

„Da der als Abschnitt 3 vorgesehene Teilbereich der Rahmenplanung deutlich kleiner ist als der Abschnitt 2 und der sich in Händen von nur einem Eigentümer, nämlich der Stadt Stadtbergen befindet, ist eine schnelle Umsetzung gewährleistet“, betonte Stadtbaumeister Ulrich Lange. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Stadtrates den vorliegenden Entwurf als Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplanes mit der Bezeichnung D 83 „Nördlich Deuringen Teil 3“. Die Planung wurde aufgrund der gemachten Erfahrungen modifiziert beziehungsweise gelockert.

Erster Bürgermeister Metz betonte, dass die vorhandene Baustraße für den Erschließungsverkehr erhalten bleibe. Stadtrat Josef Kleindienst von der CSU-Fraktion schlug vor, in diesem Bereich keine Doppelhäuser zu bauen, variable kleinere Grundstücke zwischen 500 und 700 Quadratmeter zu bevorzugen und eine optimale Ausrichtung im energetischen Sinne (Toleranzen in der Planung berücksichtigen) den künftigen Bauherrn zu ermöglichen. Bauamtsleiter Lange gab diesbezüglich zu bedenken, dass die derzeitige Wahlmöglichkeit zwischen Doppelhausbebauung und Einzelhausbebauung bestehen bleiben soll. Ein Verbot von Doppelhäusern wäre nicht im Sinne der künftigen Nutzer. Auch verwies Lange darauf, dass im Bebauungsplan die Mindestgrundstücksgröße mit 500 Quadratmeter festgesetzt sei. Vorstellbar wäre, diesen Wert zu reduzieren, allerdings hätte dies deutlichen Einfluss auf die dann endgültige Stadtrandbebauung. Nachdem die Stadt Eigentümerin der Bauflächen ist, könne beim Verkauf variabel hinsichtlich Größe und Art der Bebauung auf den Bedarf der künftigen Bewohner eingegangen werden. Bei der Gebäudeausrichtung seien städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen, auch wenn dadurch der maximale Ertrag einer Photovoltaikanlage nicht ganz erreicht werden könne. Die einheitliche Ausrichtung sei Grundlage für ein ruhiges und harmonisches Bild. Die Süd-West-Lage sei ohnehin ein positiver Aspekt in energetischer Hinsicht.

Stadträtin Barbara Gartzke-Mögele (SPD) machte auf die Thematik „Lärmschutz“ aufmerksam. Die entsprechende Gewichtung, auch die Aufnahme in die Satzung, hielt Gartzke-Mögele für maßgeblich für den Wohnkomfort und für die Werthaltigkeit der Grundstücke. Sie bat daher um mehr Details zu Sachlage und Planung, insbesondere über den in den Unterlagen angesprochenen Lärmschutzwall.

Durch die B 300 ist der Lärmschutz nach Aussage von Bauamtsleiter Lange ein großes Thema. Schon die Rahmenplanung befasste sich damit. Über das Gesamtgebiet wurde eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dieser Untersuchung ergab, dass in dem gesamten Gebiet die Tagwerte eingehalten werden – die Richtwerte nachts werden jedoch partiell geringfügig überschritten. Im Rahmen der Umgestaltung der ökologischen Ausgleichsflächen wurde diesem Umstand Rechnung getragen und ein Aushub entlang der B 300 als Lärmschutzwall aufgeschüttet. Dennoch wird im Bebauungsplan auf die Lärmquelle „B 300“ aufmerksam gemacht und empfohlen, besonders ruhebedürftige Räume entsprechend auszurichten.
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