Jeden Tag stirbt ein Arbeiter: Schwäbische IG BAU setzt sich für Kollegen in Katar ein

Eine Spende für den Fußball – nicht für die FIFA-Kasse, sondern für die Familien der in Katar gestorbenen Bauarbeiter. Dazu ruft die IG BAU auf. (Foto: IG BAU)
Die IG BAU ruft Fußballfans in Schwaben auf, mit einer Spende die Familien der in Katar verunglückten Arbeiter zu unterstützen. „Während gerade in Frankreich gekickt wird, leiden auf den WM-Baustellen in Katar Menschen unter extremen Arbeitsbedingungen“, sagt Hugo Herburger von der schwäbischen IG BAU.

Beim Bau der Stadien für die WM 2022 kommt nach Schätzungen etwa ein Arbeiter pro Tag ums Leben. Die Angehörigen verunglückter Arbeiter seien auf Hilfe angewiesen.

Katar: "Das ist wie Sklaverei"


Nach Angaben der internationalen Bau- und Holzarbeiter-Gewerkschaft (BHI), der die
IG BAU angehört, sind in dem Wüstenstaat bereits etwa 1.200 Menschen auf
Baustellen verletzt worden oder tödlich verunglückt. „Die Arbeiter kommen aus Ländern wie Bangladesch, Indien oder Äthiopien. Sie müssen unter enormer Hitze und oft ganz ohne Arbeitsschutz schuften. Das ist wie Sklaverei. Und wenn dann etwas passiert, können ihre Familien weder auf ihr Heimatland noch auf die katarische Regierung hoffen“, erklärt Hugo Herburger.

Der Bezirkschef der IG BAU sichert den Spendern aus Schwaben zu, „dass das Geld
auch bei den Betroffenen ankommt“. Die Spende lasse sich per Quittung zudem beim
Finanzamt von der Steuer absetzen. Das Spendenkonto und alle weiteren Infos gibt es
bei der internationalen Bau- und Holzarbeiter-Gewerkschaft im Netz unter: www.bwint.org.
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