Keine politische Einflussnahme auf das Friedensfest: Kulturbeirat stärkt Friedensbüro den Rücken

OB Kurt Gribl ist mit einem Programmpunkt zum diesjährigen Friedensfest nicht einverstanden. Das Programm soll daher künftig vom Kulturausschuss beschlossen werden müssen. (Foto: David Libossek)

Der Kulturbeirat hat sich in seiner jüngsten Sitzung noch einmal klar zum Streit um das Rahmenprogramm des Friedensfests geäußert.

„Der Kulturbeirat lehnt jegliche politische Einflussnahme auf das Rahmenprogramm zum Hohen Friedensfest ab. Von der Einrichtung eines Friedensfest-Kuratoriums rät der Beirat ab. Das Programm soll wie bisher dem Kulturausschuss vorgestellt werden; im Übrigen muss die kuratorische Freiheit des Friedensbüros gewahrt bleiben“, fasst der Beirat in seinem Beschluss zusammen und erteilt damit OB Kurt Gribl eine klare Absage.

Gribl hatte aufgrund einer Veranstaltung im diesjährigen Programm verfügt, dass künftige Programme dem Kulturausschuss zur Entscheidung vorgelegt werden müssen. Die Anordnung war wohl unter dem Eindruck der Krawalle während des G20-Gipfels in Hamburg entstanden, die Links-Extremisten zugeordnet wurden. Gibl störte sich an der Beteiligung Thorwald Prolls an einer Diskussion in der Kresslesmühle über die Reste der Revolte von 1967. Proll hatte sich damals an Kaufhausbrandstiftungen beteiligt und stand zu dieser Zeit späteren RAF-Mitgliedern nahe.

Auch der Kulturausschuss war alles andere als glücklich mit der neuen Rolle, die Gribl ihm bezüglich des Friedensfestes zugedacht hat. „Wir sind kein Zensurausschuss“, hatte Rudolf Holzapfel (ProAugsburg) klar gestellt.
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