Kommentar: Biedermänner und Brandstifter der AfD

Rund 50 Menschen demonstrierten gegen die AfD. (Foto: Hans Blöchl)
Ein Kommentar von Hans Blöchl

AfD-Mann Markus Bayerbach sah in den Vorfällen im Augsburger Nordosten eine „Verleumdungs- und Störungskampagne“ gegen seine Partei. Anzumerken, ob er da nicht Ursache und Wirkung verwechselt, muss gestattet sein.

Über die Veranstaltung mit circa 50 Besuchern meist höheren Alters zu berichten, wäre eine zu große Aufwertung. Mit teils wirren und obskuren Theorien wurde vor allem der „Wohlfahrtsstaat“ als die Ursache allen Übels entdeckt. Das gipfelte in der Aussage des Referenten „der Sozialstaat ist der Feind des bürgerlichen Staates“.
Markus Bayerbach irrt, wenn er die Schuld für die Demonstrationen bei den Anderen sieht. Es sind schon seine eigenen Leute, die mit Aussagen zur Nationalmannschaft oder zu Schüssen an der Grenze und anderen Unsäglichkeiten die Reaktionen provozieren.

Ob dann jede Gegendemonstration sinnvoll und manche Aussagen der Demonstranten akzeptabel sind, ist eine vollkommen andere Sache.

Aber die AfD spaltet eben nicht nur im Großen, auch im kleinen Umfeld führt ihre Politik zu Polarisierung und Abgrenzung in der Bevölkerung.

Auch die Tatsache, dass manche Gaststätten die AfD nicht in ihren Räumen wollen, ist nicht zu kritisieren. Es ist die freie Entscheidung, aus moralischen oder anderen Gründen, auf Einnahmen zu verzichten.

Es ist richtig, die AfD ist keine verbotene Partei. Aber jeder kann sich aussuchen, wen er als Gast bei sich haben will oder eben nicht.
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