Kommentar zum Gaswerk-Plan: Klare Spielregeln

Auf dem Gaswerk-Areal sollen auch Künstler aus dem Kulturpark West ein neues zuhause finden. (Foto: Archiv)

Auf dem Gaswerk-Areal soll ein Kreativquartier entstehen. Darin sollen auch die Künstler unterkommen, die derzeit im Kulturpark West zu Hause sind. Sie können das Vorhaben aber nur beleben, wenn die Stadt sie mit klaren Regeln unterstützt. Ein Kommentar.

So sehr die Stadt auch betont, der unkommerziellen Kunst- und Kulturszene bezahlbare Freiräume zu schaffen: geredet wird anfangs immer viel. Klar ist, das Gaswerk-Gelände kann und muss sich nur über zusätzlichen Kommerz refinanzieren. Doch was ist, wenn Miete und Verkäufe das Projekt nicht tragen? Hier muss die Stadt mit den Stadtwerken klare Regeln aufstellen und Mindestflächen und Maximalmieten für die Künstler im Konzept verankern, die bestehen bleiben, auch wenn die Miete mal nicht stimmt.
Die Künstler sollten keinesfalls als notwendiges Übel gesehen werden, das jetzt halt ob der Großzügigkeit der Stadt mit auf das tolle neue Areal ziehen darf. Sie werden es sein, die aus dem Gaswerk eine Kreativfabrik machen und die das Konzept mit Leben füllen.
Das dürfen Stadt und Stadtwerke nie vergessen, egal, wie die Kasse steht. Sonst ist am Ende doch alles nur heiße Luft.

David Libossek
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