Konzept für Uniklinik

Die Bayerische Staatsregierung hat in ihrer Kabinettssitzung über den Stand der Umsetzung beim Aufbau eines Universitätsklinikums in Augsburg beraten und die Eckpunkte für die weiteren Schritte beschlossen. Im Fokus standen dabei die Trägerschaft des zukünftigen Universitätsklinikums und das wissenschaftliche Konzept.


Die Entscheidung, das Klinikum in Augsburg zu einem sechsten Universitätsklinikum in Bayern fortzuentwickeln, sei "eine Jahrhundertentscheidung von enormer Tragweite", die die medizinische Wissenschaft und Forschung in Bayern ergänzen und bereichern wird, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer.

Auf Vorschlag von Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle hat der Ministerrat beschlossen, das Universitätsklinikum Augsburg künftig in staatlicher Trägerschaft zu führen. Bis Ende 2018 soll die Überführung abgeschlossen sein.

"Die staatliche Trägerschaft für das künftige Klinikum ist ein sachgerechter Weg, um mit einer klaren Organisationsstruktur die Aufgaben eines Universitätsklinikums wirksam und effizient zu erfüllen", erklärte Spaenle. Gleichzeitig sei diese Entscheidung ein klares Signal an die beteiligten Kommunen: Der Freistaat sei ein verlässlicher Partner. Nun gelte es in weiteren Verhandlungen und im engen Schulterschluss mit den bisherigen Trägern die erforderlichen Schritte einzuleiten und umzusetzen.

Zentraler Baustein zur Gründung des Universitätsklinikums sei ein überzeugendes Wissenschaftskonzept. Das Kabinett hat dazu die Eckpunkte beschlossen. Grundlage sind ein innovatives Lehrangebot und ein standortspezifisches Forschungskonzept. Unter anderem soll auf der Grundlage der jüngsten Empfehlungen des Wissenschaftsrates erstmalig in Bayern ein Modellstudiengang eingeführt werden, der eine enge Verzahnung der klinischen und vorklinischen Fächer vorsieht.

Weiter empfiehlt der Wissenschaftsrat, zwei Forschungsfelder mit großen Zukunftschancen zu bearbeiten: "Environmental Health Sciences" und "Medical Information Sciences".

Die Anzahl der Studenten soll stufenweise aufgebaut werden. In den ersten Jahren sollen zunächst rund 80 Studienanfänger zugelassen werden. Im Endausbau sollen am Universitätsklinikum in Augsburg jährlich rund 250 angehende Mediziner ihr Studium aufnehmen können, das sind rund 1500 Studierende insgesamt.

Auf Antrag des Freistaats wurde die Evaluierung des Konzepts für das Uniklinikum Augsburg in das Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrates aufgenommen. Eine Entscheidung des Rates soll 2016 erfolgen.
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