Linkenantrag: Rathausverbot für Frauke Petry

Die Stadträte Otto Hutter und Alexander Süßmair wollen der sächsischen AfD-Vorsitzenden Frauke Petry eine Rede im Augsburger Rathaus untersagen. (Foto: Archiv)

Die Stadträte der Linken, Otto Hutter und Alexander Süßmair, wollen, dass Frauke Petry, Vorsitzende der AfD Sachsen, eine Rede auf dem Neujahrsempfang der AfD im Rathaus untersagt wird. Aus diesem Grund haben sie nun einen Dringlichkeitsantrag an OB Kurt Gribl gestellt.



„Frauke Petry hetzt gegen Gleichberechtigung, gegen Migranten und Flüchtlinge, gegen Homosexuelle, sie ist für die traditionelle Rolle der Frau und hat ein reaktionäres Familienbild“, so Süßmair und Hutter in der begründung ihres Antrags. „Diese Frau nun den Oberen Fletz des Rathauses als Plattform für ihre Selbstdarstellung und die der AfD bekommen. Gerade dort, wo die Stadträte die Nachhaltigkeits- und Antidiskriminierungsrichtlinien beschließen, soll nun dagegen Front gemacht werden. Ein befremdlicher Gedanke.“

Mit vermeintlich harmlosen Aussagen schüre Petry Ressentiments und hetze gegen Minderheiten. Bei diesen Denkweisen fühlten sich die Stadträte an eine Politik erinnert, „ von der man eigentlich gehofft hatte, dass es diese nach 1945 nie mehr geben dürfe.“ Für Süßmair und Hutter steht damit fest: „Solche Denkweisen haben in der Friedenstadt Augsburg, deren Bevölkerung zu 42% aus Menschen mit Migrationshintergrund besteht, keinen Platz und besonders nicht im Rathaus.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.