Nahverkehr: Neues Sozialticket für Augsburg

Mit Straßenbahn und Bus trotz wenig Geld: Mit dem sogenannten Sozialticket können in Augsburg auch diejenigen den Nahverkehr nutzen, die über wenig finanzielle Mittel verfügen. (Foto: Janina Funk)


Mit dem sogenannten Sozialticket können in Augsburg auch diejenigen den Nahverkehr nutzen, die über wenig finanzielle Mittel verfügen. Die subventionierte Monatskarte richtet sich unter anderem an Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld II. Zum 1. Januar 2018 werden die geleisteten Zuschüsse der Stadt nun modifiziert.

Hintergrund ist die Tarifreform des Augsburger Verkehrsverbunds. Der AVV führt dabei auch ein "Mobil-Abo 9 Uhr" für 30 Euro monatlich ein. Dennoch entschied sich der Sozialausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch dafür, das Sozialticket entgegen ursprünglicher Pläne weiterzuführen. Die Nutzer des Tickets müssen künftig 39 Euro Eigenbeteiligung leisten. Der entscheidende Unterschied zum "Mobil-Abo 9 Uhr" ist, dass die Sozialticket-Besitzer ihre Fahrkarte nicht erst ab 9 Uhr nutzen können. Eine Umfrage des Sozialreferats diesbezüglich hatte ergeben, dass für 65 Prozent der Betroffenen "ein Abo ab 9 Uhr unbrauchbar" sei.

Beate Schabert-Zeidler (Pro Augsburg) sprach sich gegen das Ticket aus. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele das wirklich schon vor 9 Uhr brauchen". Linken-Stadtrat Alexander Süßmair verlangte ein Abo mit lediglich 23,30 Euro Eigenbeteiligung, die SPD-Fraktion sprach sich für einen Preis von 31,50 Euro aus.

Die Mehrheit des Sozialausschusses (acht zu sechs Stimmen) beschloss schließlich das 39-Euro-Ticket. (jaf)
1
Einem Autor gefällt das:
3 Kommentare
6
Robert G. Adam aus Augsburg - City | 17.11.2017 | 12:40  
274
Thorsten Frank aus Augsburg - City | 19.11.2017 | 23:53  
24
Katharina Wieser aus Augsburg - Haunstetten | 24.11.2017 | 07:03  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.