Neue Asylunterkunft im Biotop?

In der Nähe dieses Geländes beim Landesamt für Umwelt im Süden Augsburg möchte der Freistaat eine Unterkunft für Asylbewerber mit Bleiberecht bauen. (Foto: E.Pfeuffer/Landesamt für Umwelt)

Die Pläne des Freistaats, Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge auf dem Biotop Flugplatzheide im Augsburger Süden zu errichten, stößt auf heftige Kritik.

So befürchtet die Grüne Stadtratsfraktion, dass im Schnellverfahren der Wohnraum im Rahmen des Wohnungspaktes Bayern mit „geringeren Baustandards und wohl außerhalb der planungsrechtlichen Zuständigkeiten der Stadt gebaut“ werden und nur für zehn Jahre Bestand haben“ soll. „Wir wissen, dass in Augsburg bezahlbarer Wohnraum dringend gebraucht wird, für bereits hier lebende Menschen und für anerkannte Asylberechtigte, die es am schwersten haben auf dem angespannten Wohnungsmarkt eine Wohnung zu finden“, so Fraktionsvorsitzende Martina Wild.

Trotz der Dringlichkeit dürfen aber nicht verschiedene schwerwiegende soziale und naturschutzfachliche Interessen gegeneinander ausgespielt werden.“ Denn: Auf dem Gelände südlich der Universität wachsen allein 85 Pflanzenarten, die auf der roten Liste in Bayern stehen, also vom Aussterben bedroht sind. Wirklich wehren kann sich die Stadt gegen das Bauvorhaben nicht, denn das Gelände gehört dem Freistaat, der Bauherr und Genehmigungsbehörde in einem wäre. Der Bauausschuss der Stadt Augsburg darf lediglich eine Stellungnahme abgeben.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.