Neue Heimat fürs Theater: Die nächste Wende

Das Theater soll im Martinipark eine langfristige Ausweichspielstätte finden. (Foto: Tabea Breidenbach)

Das Theater soll nun doch nicht in den Kongress am Park gehen. Stattdessen soll es während der Sanierung des Großen Hauses im Martinipark eine langfristige Ausweichspielstätte finden. Zumindest falls der Stadtrat den Plänen in der heutigen Sitzung zustimmt.

Die Idee, das Theater in die Kongresshalle zu verlegen, war in den vergangenen Monaten vor allem beim Einzelhandel und der Gastronomie auf wenig Zuspruch gestoßen. Denn in der Kongresshalle hätten dann nur noch 30 Prozent der geplanten Messen und Tagungen stattfinden können. Somit wären zahlreiche Tagungsgäste, die erfahrungsgemäß viel Geld in der Stadt lassen, ausgeblieben.

Stattdessen will nun die Martini GmbH eine Bühne mit etwa 600 Plätzen sowie eine Garderobe und Büroflächen zur Verfügung stellen. Die Gesellschaft will die nötigen Umbauarbeiten auf eigene Kosten durchführen und die 4500 Quadratmeter große Fläche dann an die Stadt vermieten. Ab Herbst 2017, also pünktlich zur kommenden Spielzeit, sollen die Räume im Martinipark zur Verfügung stehen. Vereinzelte Vorstellungen wie das Stück "Der jüngste Tag", das ab 14. Oktober zu sehen sein wird, können schon vorher stattfinden. Die Kongresshalle wird dagegen nur bis Januar genutzt. Neben dem Weihnachtsmärchen "Pünktchen und Anton" sollen dort wie geplant die Konzerte der Philharmoniker zu hören sein.

Die Möglichkeit, den Martinipark langfristig für Aufführungen zu nutzen, habe sich erst kurzfristig ergeben, erklärt Kulturreferent Thomas Weitzel. Auf fünf Jahre gesehen, werde diese Lösung zwar rund eine halbe Million Euro mehr kosten, da im Kongress aber alle Tagungen und Messen stattfinden könnten, sei dies am Ende dennoch die rentablere Variante.

Das Schauspiel des Theaters, das bislang noch auf der Brechtbühne spielt, soll wie geplant 2018 auf das Gaswerk-Areal umziehen.
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