Neues Busnetz für Augsburg: Fahrgastverband kritisiert Fahrplanänderung am Abend

Die Stadtwerke Augsburg gestalten ihr Busnetz neu. (Foto: Stadtwerke Augsburg)

Im Dezember soll das neue Busnetz im Stadtverkehr in Augsburg eingeführt werden. Während der Fahrgastverband Pro Bahn die generelle Anpassung an den Straßenbahntakt begrüßt, sieht er die Ausdünnung am Abend ab 20.30 Uhr auf einen 30-Minuten-Takt auf fast allen Linien jedoch mit Sorge.

"Viele Fahrgäste, darunter besonders die jüngere Generation, nutzen den ÖPNV nur, wenn sie am Abend auch noch gut wieder nach Hause kommen", schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. Wer riskieren müsse, über eine Viertelstunde an einer zugigen und dunklen Haltestelle zu stehen, nehme dann am Ende doch das Auto. Damit würde aber nicht nur die Auslastung der Busse, sondern auch der Trams geringer werden, die etwa Richtung Hochzoll genutzt werden, um mit dem Bus weiterfahren zu können.


"In Summe wird das Angebot abends so deutlich unattraktiver", konstatiert Errol Yazgac, Sprecher von Pro Bahn in Schwaben. Natürlich müsse die Auslastung berücksichtigt werden, vielleicht ließe sich das aber alternativ durch Anpassung in der Kapazität der Busse bewerkstelligen, zum Beispiel durch den Einsatz von kleineren Fahrzeugen, schlägt er vor. "Die gute Akzeptanz des Nahverkehrsangebots der Stadt Augsburg sollte nicht durch abendliche Ausdünnungen aufs Spiel gesetzt werden." (pm)
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I.- M. Alefelder aus Augsburg - City | 04.11.2016 | 11:15  
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