Opposition kritisiert neuen Erstaufnahme-Standort

Eigentlich sollte hier ein Naherholungsgebiet entstehen, beklagt die Opposition. Dass nun die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber den Platz einnimmt begrüße die Ausschussgemeinschaft zwar, jedoch solle man die Bewohner des Stadtteils Herrenbach mit ins Boot holen. Foto: Google Maps

Nachdem die geplante Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber nun doch nicht nahe des Flugplatzes in Mühlhausen entsteht, werden auch kritische Stimmen laut. Es geht um den neuen designierten Standort der Unterkunft an der Berliner Allee.

Die Ausschussgemeinschaft (ÖDP, Linke, Freie Wähler, Polit-WG) im Augsburger Stadtrat schreibt in einer Pressemitteilung zwar, dass sie eine Abrücken von den Plänen am Flughafengelände gutheiße und der neue Standort alle wichtigen Kriterien erfülle. "Dennoch muss er bezüglich der städtebaulichen Entwicklung kritisch hinterfragt werden", heißt es weiter.

Denn, so begründet die Ausschussgemeinschaft, mit den Bewohnern des Herrenbachviertels sei im Jahr 2010 im Rahmen des integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts erarbeitet worden, dass mittelfristig die dortige Flussmeisterstelle und Straßenmeisterei aufgelöst wird und der Entwicklungsschwerpunkt ein Naherholungsgebiet "Lechauenpark" sein soll. Eben jenes Gebiet, auf dem nun die Erstaufnahmeeinrichtung entsteht.

"Nachdem nun ganz offensichtlich der Zeitpunkt der Verfügbarkeit des Grundstücks eingetreten ist, stellt sich die Frage, weshalb nun eine Nutzung hier stattfinden soll, die langfristig den Zielen der von den Bürgern gewünschten Stadtentwicklung zuwiderhandelt", kritisieren die Parteien

Sie fordert von der Stadt, Verantwortung für ihre Bürger gegenüber den Wünschen der Regierung von Schwaben wahrzunehmen. "Es kann nicht sein, dass Stadtentwicklung mit den Bürgern geplant und dann der Zufälligkeit eines beliebigen Bedarfs überlassen wird." Gemeinsam mit der Regierung von Schwaben solle die Stadt nun mithilfe einer Bürgerbeteiligung im Viertel eruieren, ob die Bewohner bereit sind, ihren Wunsch nach Naherholung hinten anzustellen. So könne gleichzeitig die notwendige Akzeptanz gegenüber der Einrichtung geschaffen werden.
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