Partynächte im Sommer: Neues Innenstadtfest beschlossen

Deutlich lockerer als bei Max10 sollen die Stände bei den Augsburger Sommernächten im Juni 2016 in der Maximilianstraße stehen. (Foto: CIA)

Es ist kein neues Max-Fest, aber ein Innenstadtfest, das für alle etwas bieten soll. 2016 feiert die Fuggerstadt die „Augsburger Sommernächte“, das hat am Dienstag der Stadtrat so beschlossen.

Es herrschte breite Zustimmung, als die Vertreter der einzelnen Fraktionen an die Erfolge der einstigen Max-Feste erinnerten. Leider, so der Tenor, ließe sich aufgrund eines veränderten Sicherheitsbedürfnisses und den damit verbundenen hohen Kosten ein Max-Fest nicht realisieren. Mit mehr als 200 000 Euro wollte Citymanager Heinz Stinglwagner für sein neues Max-Konzept die Stadt in die Pflicht nehmen. „Der Ausgleich dieses Deltas über den Haushalt ist im Haushaltsjahr 2016 nicht darstellbar“, formuliert die Verwaltung die Absage ans Konzept Stinglwagners.
Traurig muss deswegen kein Partygänger sein. Zum einen ist die Wiederbelebung der Max-Feste nur aufgeschoben, zum anderen verspricht das Konzept der Verwaltung für die Sommernächte, auch die Freunde der Max-Feste zufriedenzustellen – aber eben nicht nur sie.

Das verkleinerte Fest – auch wenn Bürgermeisterin Eva Weber lieber von einem „anderen Fest“ spricht – konzentriert sich nicht mehr auf die Maximilianstraße , vielmehr sollen mehrere Plätze in der Innenstadt bespielt werden. Ganz außen vor wäre die Maxstraße nach aktuellem Konzept nicht. An zwei bis drei Positionen sollen Stände stehen, in den angrenzenden Innenhöfen könnte ein Kulturprogramm geboten werden. Damit wäre auch die Brücke geschlagen vom Ulrichsplatz zum Rathausplatz und Königsplatz, wo auf größeren Bühnen Livemusik oder ähnliches geboten sein könnte. Wichtig ist im neuen Konzept, dass möglichst Augsburger Akteure zum Zug kommen. Das Programm soll „neben der absolut berechtigten ,Party’ wie bei den Max-Festen noch mehr Facetten abbilden“, so der Anspruch der Verwaltung.

Abgespeckt wurde auch die Dauer des Festes. Zwar gehen die Sommernächte wie Max10 von Donnerstag bis Samstag, doch soll der erste Tag nur als Eröffnung mit eingeschränktem Festbetrieb über die Bühne gehen. Die eigentliche Feier wird sich auf Freitag und Samstag konzentrieren.

Wie viel tatsächlich an Programm insgesamt geboten sein wird, hängt aber tatsächlich vom Budget ab, das zur Verfügung steht. Die Stadt selbst will mit maximal 50 000 Euro einsteigen. Der Rest der Kosten von 250 000 Euro muss über Sponsoren und die Vermietung von Gastroständen ausgeglichen werden. Aktuell fehlen wohl noch 23 000 Euro. Aufgrund der finanziellen Unsicherheit wurde das Konzept als Baukastensystem entwickelt. Desto mehr Geld da ist, desto mehr zusätzliche Plätze, wie etwa der Elias-Holl-Platz, könnten auch bespielt werden – im Umkehrschluss bedeutet das freilich auch, dass die Sommernächte bei Geldmangel noch weiter verkleinert werden könnten.

Deutliche Kritik an der Finanzierung der Sommernächte übte CSU-Stadtrat Leo Dietz. „Wir wollen ein Stadtfest haben, aber zahlen wollen wir nichts dafür“, kritisierte er die Entscheidung gegen eine Neuauflage der Max-Feste. Diese waren als Gastronomen-Veranstaltung komplett aus Sponsorengeldern finanziert. Dietz, Sprecher der Innenstadtgastronomie, erinnerte daran, wer nun das Geld für die Feier aufbringen muss. OB Kurt Gribl stimmte ihm teilweise zu: Es lohne sich nachzudenken, über den eigenen Anspruch und die Bereitschaft der eigenen Mitwirkung beim Innenstadtfest.

Citymanager Stinglwagner und die City Initiative Augsburg als Veranstalter müssen nun die Details ausarbeiten, Bands buchen und Gastronomen überzeugen, damit Ende Juni 2016 die Augsburger Sommernächte viele Gäste anlocken.
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