Pegida marschiert am Samstag durch Augsburg: Gegendemo und erhebliche Behinderungen im Nahverkehr

Pegida-Aufmarsch und Gegendemo: Auch auf die Polizei kommt am Samstag viel Arbeit zu. (Foto: David Libossek/Symbolbild)

Pegida München hat für Samstag, 16. September, in Augsburg eine Demonstration an mehreren zentralen Plätzen angekündigt. Die Jusos Augsburg und die IG Metall Jugend Augsburg haben mit dem Bündnis für Menschenwürde Augsburg und Schwaben eine Gegendemonstration organisiert.

"Der Spuk soll den ganzen Abend über dauern", schreiben die Organisatoren in einer Mitteilung. "Diese Provokation wollen wir nicht unbeantwortet lassen." 

Daher haben die Jusos Augsburg und die IG Metall Jugend Augsburg im Schulterschluss mit dem breit aufgestellten Bündnis für Menschenwürde Augsburg und Schwaben e. V. eine Gegendemonstration organisiert.

Stadt Augsburg über Pegida-Veranstaltung: Bewusst Muslime im Visier

Unter dem Motto „Augsburg bleibt wach!“ demonstriert dann ein breiter Zusammenschluss aus den Organisatoren, Bürgerschaft, Parteien und dem Integrationsbeirat für eine offene und tolerante Stadtgesellschaft. Die Kundgebung findet statt am Samstag, 16. September, um 19 Uhr auf dem Rathausplatz. Ab 19.30 Uhr hält Oberbürgermeister Kurt Gribl die Eröffnungsrede. Danach setzt sich der Demonstrationszug Richtung Theater (Kennedy-Platz) und Königsplatz in Bewegung. Die Abschlusskundgebung ist wieder auf dem Rathausplatz.

"Die Veranstaltung von Pegida nimmt bewusst Muslime ins Visier und versucht so, den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft zu schwächen", schreibt die Stadt Augsburg in einer Pressemitteilung. Daher unterstütze sie den gemeinsamen Aufruf zur gewaltfreien Demonstration für ein demokratisch geprägtes, weltoffenes und modernes Augsburg.

„Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir Augsburger gegen Intoleranz und Rassismus fest zusammenstehen und uns klar im Sinn demokratischer Werte zu einer offenen, toleranten Stadtgesellschaft bekennen“, wird Gribl zitiert. „Wir lehnen rechtsradikale Strömungen ab“, so der OB weiter. „Aber wir stellen uns dieser Demonstration auch, um unzufriedene oder empörte Bürger nicht mit rechtsradikalen Parolen allein zu lassen.“

Stadtwerke: "Erhebliche Behinderungen bei Bus und Tram"

Wegen Kundgebungen und Demonstrationszügen in der Innenstadt kommt es am Samstag nachmittags und abends zu zum Teil erheblichen Behinderungen des Nahverkehrs und möglichen Linienabbrüchen, lassen die Stadtwerke Augsburg in einer Pressemitteilung wissen.

Wegen der Aufbauarbeiten für die Kundgebungen werden ab 13.30 Uhr keine Straßenbahnen mehr über die Haltestelle Rathausplatz fahren. Die Linie 1 wird zwischen Königsplatz und Lechhausen durch Busse (B1) ersetzt, die bei Bedarf die Haltestelle Rathausplatz flexibel umfahren. Die Straßenbahnen der Linie 2 verkehren zwischen Kö und Wertachbrücke wie die Linie 4, außerdem verkehren Ersatzbusse auf der Linienstrecke vom Kö über Rathausplatz und Frauentorstraße bis Wertachbrücke. Die Buslinien 22 und 32 fahren ebenfalls ab 13.30 Uhr nicht über Moritzplatz, sondern werden über Theodor-Heuss-Platz und Rotes Tor umgeleitet.

Wegen Pegida-Demo: "Möglicherweise müssen Linien abgebrochen werden"

"Mit Beginn der Kundgebungen und der Demonstrationszüge muss ab voraussichtlich etwa 20 Uhr mit erheblichen Behinderungen in der Innenstadt mit Auswirkungen auf den Nahverkehr in der gesamten Stadt gerechnet werden", schreiben die Stadtwerke. Möglicherweise müssten Linien abgebrochen werden oder können nicht bis in die Innenstadt fahren.

Die Fahrgäste werden an Haltestellen und in den Fahrzeugen über Lautsprecherdurchsagen, die elektronischen Anzeigen und Mitarbeiter vor Ort informiert.
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