Peter Grab und Anna Tabak gründen neuen politischen Verein

Der einstimmig gewählte Vereinsvorstand von WSA: Zeljka Katic (Schriftführerin), Anna Tabak (Vorsitzende, vorne von links), Thomas Milasevic (Schriftführer), Peter Grab (Vorsitzender) und Helmut Bauer (Schatzmeister, hinten von links). Foto: pm

Peter Grab und Anna Tabak haben am Mittwochabend die Gründungsversammlung ihres neuen Vereins "Wir sind Augsburg" (WSA) abgehalten. Die beiden werden dem Verein auch für die kommenden zwei Jahre vorsitzen. Der Bruch Grabs mit Pro Augsburg ist somit vollkommen und hat auch Auswirkungen auf den Stadtrat.

Der junge Verein hat bereits 40 Mitglieder, die sich bereits am Anfang des Jahres um Grab gesammelt hatten. Der ehemalige Kulturreferent der Stadt hatte mit dem Verein Pro Augsburg im Zuge der Missbrauchsvorwürfe gegen ihn gebrochen. Deshalb gründete er gemeinsam mit Tabak den neuen Verein WSA. Die Mitglieder wählten die beiden am Gründungsabend zu gleichberechtigten Vorsitzenden der Vereinigung. WSA will als überparteilicher, rein kommunalpolitischer Verein in Augsburg wirken.

"Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen, die wir mit der überparteilichen Bürgervereinigung WSA ideenreich für die Stadt Augsburg und ihre Region engagiert anpacken", erklärte Tabak nach der Wahl. Grab kündigte an: "Mit WSA und den vielen hoch motivierten Mitgliedern aus allen Gesellschaftsschichten wollen wir künftig eine echte Alternative zur bestehenden Parteienlandschaft in Augsburg schaffen!".

Die Vereinsgründung hat auch Auswirkungen auf den Augsburger Stadtrat. Denn bislang saß Grab für Pro Augsburg in dem Gremium. Jetzt vertritt er die Interessen von WSA. Mit Grabs Austritt wird Pro Augsburg seinen Fraktionsstatus verlieren, denn dafür sind mindestens drei Mitglieder notwendig.

Grabs bisherige Fraktionskollegen Rudolf Holzapfel und Beate Schabert-Zeidler haben inzwischen beim Hauptamt das Ende der Fraktion zum Ende des Monats mitgeteilt. „Wie und in welchen Funktionen wir in Zukunft arbeiten werden, teilen wir in Kürze mit“, heißt es knapp in einer Pressemitteilung.
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