Plärrerwache: "Die Zustände sind erbärmlich"

Direkt hinter dem Festplatz an der Schwimmschulstraße steht die Plärrerwache. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Ein Neubau ist ab dem kommenden Jahr geplant. Bis zum Frühjahrsplärrer 2019 soll die neue Wache stehen. Foto: Janina Funk

Veraltete sanitäre Anlagen, enge Räume, stickige Luft - und draußen tobt das größte Volksfest des bayerischen Schwabens. Drinnen verrichten Polizisten, Sanitäter des Roten Kreuzes und Feuerwehrleute ihren Dienst. Die Arbeitsbedingungen in der Plärrerwache werden den Plänen des Ordnungsreferats zufolge bis zum Frühjahrsplärrer 2019 deutlich besser werden. Ein Neubau soll dafür Sorge tragen.

Die Zustände, unter denen die Einsatzkräfte derzeit arbeiten müssen, "sind erbärmlich", beschreibt Kurt Gribl die Situation. Der Oberbürgermeister und Ordnungsreferent Dirk Wurm stellen in der Sitzung des Augsburger Ferienausschusses der vergangenen Woche die Pläne für den Neubau der Plärrerwache vor. Das bisherige, eingeschossige Gebäude, das im Jahr 1985 errichtet wurde, sei "in die Jahre gekommen" und Polizei und Rettungsdienst bräuchten dringend mehr Platz, erklärt Wurm.

Das neue Bauwerk wird daher ein Stockwerk mehr haben. Im Erdgeschoss sollen dann Durchsuchungen, Behandlungen und die Bearbeitung von Fällen stattfinden. Im Obergeschoss sind ein Aufenthaltszimmer und Waschräume geplant. 120 Quadratmeter groß soll die neue Plärrerwache sein.

Neue Plärrerwache soll bis zum Frühjahrsplärrer 2019 stehen

Das alte Haus, so der Zeitplan, wird nach dem Frühjahrsplärrer 2018 abgerissen. Während des folgenden Herbstplärrers soll ein Interimsgebäude als Hauptquartier für die Einsatzkräfte dienen. Das neue Gebäude werde dann bis zum Frühjahrsplärrer 2019 stehen, so Wurm.

Bauherr ist die Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS), die im Auftrag der Stadt die neue Plärrerwache errichtet. Die Kosten lägen bei circa einer Million Euro, sagt Wurm. Auf die Frage aus dem Plenum, wie teuer der Interim werde, kann der Referent keine Antwort geben. Das wisse man noch nicht.

Ein Baum muss für den Neubau weichen

Geschlossen stimmt der Ferienausschuss schließlich für den Neubau - nach einer kleinen Diskussion über das Grün, das für die Pläne weichen muss. Zuletzt hatte es geheißen, zwei Bäume müssten gefällt werden. Wurm betont, dass es sich um einen Baum handle. Diesen zu fällen, sei für den Neubau allerdings "zwingend notwendig".
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