Rathausplatz und Königsplatz: Stadt Augsburg will bei Störenfrieden härter durchgreifen

Auf dem Rathausplatz will die Stadt Augsburg künftig strengere Ordnungsmaßnahmen umsetzen. (Foto: Archiv)

Die Stadt Augsburg will am Rathausplatz strengere Ordnungsmaßnahmen umsetzen. Darüber habe Oberbürgermeister Kurt Gribl verfügt, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Sobald das Wetter nur halbwegs warm genug ist, tummeln sich die Augsburger auf den Plätzen der Innenstadt. Besonders der Rathausplatz ist beliebt. Zahlreiche Menschen lassen sich einfach auf dem Pflaster nieder, um die Sonne zu genießen.

"Viele von ihnen fühlen sich jedoch zunehmend durch Entwicklungen belästigt", stellt die Stadt Augsburg in einer Pressmitteilung fest, die sie am Mittwochnachmittag veröffentlichte. Gegen diese wolle sie nun "entschieden und nachdrücklich vorgehen".

Stadt will mit Müll, Lärm und Alkohol auf den Plätzen Schluss machen

Nicht mehr toleriert würden demnach Verschmutzung, mutwilliges Stören durch übermäßigen Alkoholgenuss und überlaute Beschallung der Plätze, zählt sie auf.

"Insbesondere an der neu renovierten Rathausfassade und den Treppeneingängen zum Rathaus sollen besondere Kontrollen stattfinden, was übermäßigen Alkoholgenuss und vorsätzliche Vermüllung sowie Vandalismus an der Fassade und den historischen Türen betrifft", schreibt die Stadt, die dort künftig verstärkt von ihrem Hausrecht Gebrauch machen wolle.

"Selbstverständlich nicht von solchen Maßnahmen betroffen sein sollen alle, die sich alleine oder in kleinen Gruppen mit einem Getränk in der Hand auf dem Rathausplatz und drum herum aufhalten", schränkt die Stadtregierung ein.

"Der Rathausplatz ist für alle da"

„Der Rathausplatz und die Wege entlang am Verwaltungsgebäude wie am Rathaus selbst sind das liebgewonnene‚ Sommerwohnzimmer aller Augsburgerinnen und Augsburger", schwärmt Gribl und ergänzt: "Der Rathausplatz ist für alle da, die friedlich das Leben in der Stadt draußen genießen wollen. Wer das nicht respektiert, muss künftig damit rechnen, dass solches Verhalten nicht mehr toleriert wird.“

Zusätzlich zu ordnungsrechtlichen Maßnahmen werde die Stadt zügig ein Kommunikationspaket schnüren, das charmant aber eindeutig Regeln und eine „Nettiquette“ für die Benutzung der öffentlichen Plätze vorsieht. Dies könnte auch für den Königsplatz oder weitere Plätze gelten. (pm)
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