Sicherheit im Straßenverkehr

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann posierte auf seinem Rundgang bereitwillig für ein Touristenfoto. Foto: David Libossek

Wenn ich groß bin, will ich auch Polizei werden", begeisterte sich ein auf einem Polizeimotorrad sitzender Halbwüchsiger, während der Papa kräftig knipste. Der Landestag der Verkehrssicherheit lockte trotz mäßigen Wetters am Samstag viele Besucher auf den Rathausplatz.

Vor allem Eltern und ihre Kinder tingelten von Aktionsstand zu Aktionsstand und durch das Großaufgebot an Uniformierten. Die präsentierten sich als Polizisten zum Anfassen, erklärten ihre Aufgaben und posierten auf Fotos. Auch ihr oberster Dienstherr, Bayerns Innenminister Joachim Hermann drehte eine Runde über den Platz und stellte sich bereitwillig auf ein Urlaubsfoto einer Gruppe türkischer Touristinnen.

Neben einer großen Rettungsübung auf dem Rathausplatz hatten die Besucher auch die Möglichkeit, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse wieder aufzufrischen. Auf der Bühne fand unter anderem eine Modenschau zum Thema "Tragbare Sicherheit im Straßenverkehr" statt.

Außerdem gab es neben anderen Attraktionen auch Verkehrssimulatoren, die Demonstration des "Toten Winkels", einen Rauschbrillenparcours, die Ausstellung "Schatten - ich wollte noch leben" sowie ein Dunkelzimmer, in dem gezeigt wurde, wie man Fahrradscheinwerfer richtig einstellt.

Wie der Innenminister erläuterte, ist es in Bayern in den vergangenen Jahren gelungen, die Verkehrssicherheit deutlich zu verbessern. "2014 hatten wir mit 619 Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Unfallaufzeichnungen seit 1954." Diese positive Entwicklung setzte sich laut Herrmann auch in den ersten sieben Monaten dieses Jahres fort: Mit 347 Verkehrstoten wurden 3,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres erfasst und auch die Zahl der Schwerverletzten ist um 4,9 Prozent von 6927 auf 6591 gesunken. "Die positive Verkehrsunfallentwicklung in Bayern ist für uns ein wichtiger Ansporn, die Maßnahmen unseres bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms weiter konsequent umzusetzen", so Herrmann. Ziel ist, in Bayern bis zum Jahr 2020 die Unfallzahlen weiter zu reduzieren und die Zahl der Verkehrstoten auf unter 550 zu senken. Die Maßnahmen reichen von verstärkter Öffentlichkeitsarbeit über Verkehrsüberwachung bis zur verbesserten Verkehrsraumgestaltung.

Von lib
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