Stadt befürwortet Konzertsaal

Die Mitglieder des Augsburger Liegenschafts- und Bildungsausschusses sind sich bei der künftigen Belegung des ehemaligen Postgebäudes einig.

Mit der Kündigung der Post haben sich für die Stadt neue Nutzungsmöglichkeiten für das ehemalige Postgebäude an der Grottenau ergeben. Verschiedene Varianten für die künftige Belegung wurden nun in einer Sitzung des Liegenschafts- und Bildungsausschusses diskutiert.

Die ursprüngliche Planung der Stadt sah vor, städtische Ämter, den Verkehrsüberwachungsdienst und Teile des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, in dem Gebäude unterzubringen. Als jedoch die Verlagerung des Leopold-Mozart-Zentrums feststand, stiegen die Kosten erheblich. Das zuständige Architekturbüro beschäftigte sich zuletzt mit der Planung eines dazugehörigen Konzertsaales auf dem Dach des Gebäudes. Die Kosten würden sich bei dieser Variante auf rund 26 Millionen Euro belaufen. Grund für die Mehrkosten sei das energetische Nachbessern, da an der Tragfähigkeit der Decken gearbeitet werden müsse. Durch die Kündigung der Postbank besteht nun die Möglichkeit, den Konzertsaal in der derzeitigen Schalterhalle einzurichten. Diese Verlegung würde vier Millionen Euro an Mehrkosten einsparen.

Die Variante wurde in der gemeinsamen Sitzung des Liegenschafts- und Bildungsausschusses von der Mehrheit der Stadträte befürwortet. Einen Beschluss zum Bau gibt es deshalb aber noch nicht und mit einem Abschluss des Projektes ist vor 2018 wohl nicht zu rechnen.

Die Idee, das derzeit auf mehrere Standorte verteilte Jugendamt hier zu zentralisieren, und das Gebäude zu einem „Haus der Familie“ zu machen, ist mit dem Beschluss aufgegeben. Hier sei das Problem, dass nicht alle zugehörigen Dienststellen in den Räumen Platz finden würden. Deshalb soll hierfür ein anderes Gebäude gefunden werden.
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