Stellenabbau bei MAN Diesel & Turbo: In Augsburg trifft es 140 Mitarbeiter

MAN Diesel & Turbo hat angekündigt, weltweit 1400 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Vertreter des Gesamtbetriebsrates und der IG Metall üben deutliche Kritik an den Unternehmensplänen. Am Standort Augsburg wären 140 Menschen betroffen. (Foto: Janina Funk)

MAN Diesel & Turbo hat angekündigt, weltweit 1400 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Vertreter des Gesamtbetriebsrates und der IG Metall üben deutliche Kritik an den Unternehmensplänen. Am Standort Augsburg wären 140 Menschen betroffen.

Die VW-Tochter MAN Diesel & Turbo hatte heute auf bundesweit stattfindenden Betriebsversammlungen eine Strukturanpassung angekündigt, bei der weltweit 1400 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Zwar erklärte der Vorstand, er wolle alles tun, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Dem Gesamtbetriebsrat reicht das aber nicht. Oskar Ritsch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates erklärte dazu: „Betriebsbedingte Kündigungen müssen definitiv ausgeschlossen werden, so wie es im gesamten VW-Konzern üblich ist.“ Sein Stellvertreter Helmut Brodrick erwartet, dass das Unternehmen dem Gesamtbetriebsrat alle Informationen vorlegt, die zur Entwicklung alternativer Vorschläge erforderlich sind und fordert, dass alle Standorte erhalten bleiben.

In Augsburg sind von den Plänen 140 Mitarbeiter betroffen. Insgesamt sind an diesem Standort 3853 Menschen beschäftigt.

Auch die IG Metall kritisiert den heute vorgestellten Personalabbau: „Wir unterstützen ein nachhaltiges Zukunftsprogramm für MAN Diesel & Turbo, erwarten aber arbeitsplatzerhaltende Maßnahmen und vernünftige Lösungen für die Betroffenen“, so Michael Leppek, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für MAN Diesel & Turbo.

Gesamtbetriebsrat und IG Metall fordern vom Unternehmen, Instrumente wie Stundenabbau und Kurzarbeit zu nutzen, um die angespannte Auftragslage auszugleichen. Dies habe sich in der Vergangenheit bewährt.
In den kommenden Wochen will Ritsch gemeinsam mit Sachverständigen das weitere Vorgehen beraten und danach in Verhandlungen mit dem Unternehmen eintreten.
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