Straßenstrich: Grüne fordern Konzept

Gegen das Verbot des Straßenstrichs hatten die Grünen laut und deutlich protestiert. Nun fordert die Stadtratsfraktion ein Konzept, wie den Frauen geholfen werden kann und wie die Stadt mit Zwangsprostitution und Menschenhandel umgehen soll.

Denn ein Verbot allein würde nach Ansicht der Grünen das Problem von der Straße weg, hin in einschlägige Etablissements verschieben. Bausteine des Konzepts, so Martina Wild, seien ihrer Meinung nach die aufsuchende Gesundheitsarbeit und umfassende Informationen zu gesetzlichen Vorgaben, aber auch zu Ausstiegshilfen.
„Andere Städte haben vorgemacht, dass aufsuchende Gesundheitsarbeit dazu beiträgt, die Arbeitsstandards für Sexarbeiter insbesondere im Bereicht des Infektionsschutzes und sexuell übertragbarer Krankheiten zu verbessern“, betont Verena von Mutius. Zudem bestehe gerade bei Zwangsprostituierten die Möglichkeit, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Darüber hinaus fordern die Grünen die Einrichtung eines Runden Tisches „Sexuelle Dienstleistungen“. Hier solle den Betroffenen und den Hilfsorganisationen die Möglichkeit gegeben werden, auf gleicher Augenhöhe ihre Anliegen vorzubringen und sich auszutauschen. Gemeinsam könnten dann weitere Maßnahmen entwickelt werden.
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