Streit bei CSU: Ullrich kritisiert Nachfolger

Kritik des JU-Vorsitzenden an Hintersberger sei „unsachlich“. Malaczek wehrt sich.

Volker Ullrich geht mit seinem Nachfolger streng ins Gericht: Die Kritik von Martin Malaczek an Johannes Hintersberger sei unsachlich und inhaltlich unzutreffend, so Ullrich. Grund für diese Querelen: Malaczek hatte Hintersberger aufgefordert, sich zur Person Tobias Schley zu positionieren.

Volker Ullrich, einst streitbarer JU-Vorsitzender, heute Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, geht mit seinem Nachfolger streng ins Gericht: Die Kritik von Martin Malaczek am Bezirksvorsitzenden Johannes Hintersberger sei „unsachlich“ und „inhaltlich unzutreffend“. Der JU-Vorsitzende schade der gemeinsamen Sache, wenn er Kollegen öffentlich angehe, ohne sachliche Vorschläge zu machen oder im Vorfeld versuche, seine Anliegen intern zu klären. Als Bezirksvorsitzender widerspricht Ullrich dem Vorwurf Malaczeks, die Querelen und Personaldebatten würden die Sacharbeit der CSU überdecken. Hintersberger habe „einen deutlichen Schwerpunkt auf die Sachpolitik und die inhaltliche Debatte gelegt“. Dies könne Malaczek nicht wissen, denn die meisten Sitzungen des Bezirksvorstands habe er gar nicht besucht. Ullrich kündigte an, der Bezirksvorstand wolle nun ein Gespräch mit dem JU-Vorsitzenden führen.

Dies könnte durchaus im Sinne Malaczeks sein, denn der vermisst nach eigenen Angaben bisher die Zusammenarbeit mit Hintersberger. „Die Zusammenarbeit ist ausbaufähig“, betont er. Während er sehr wohl die Mehrzahl der Bezirksvorstandssitzungen besucht habe, sei der Bezirksvorsitzende kein einziges Mal bei einer JU-Veranstaltung erschienen.

Dass seine Kritik an den Querelen in der Augsburger CSU so negativ aufgenommen wurde, verwundert ihn. „Die Frage hängt in der Luft: Was passiert mit Tobias Schley? Zu diesem Thema muss Hintersberger Stellung beziehen“, sagt er. Kein einziges CSU-Mitglied, das auf seine Kritik geantwortet hat, habe sich auf dieses Thema bezogen. „Der Bezirksvorstand versucht offensichtlich, von meiner eigentlichen Kritik, nämlich die fehlende klare Positionierung zu Tobias Schley und die mit ihm in Verbindung gebrachten Vorfälle, abzulenken“, vermutet er. Diese Stellungnahme zeige deutlich, dass von einem Politikstil, der „verbindet, statt zu spalten“ keine Rede sein könne.
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