Sunstar brächte eine halbe Million Gewerbesteuer

Die Augsburger Freien Demokraten fordern Wirtschafts-Bürgermeisterin Eva Weber auf, mit einem Grundstücksangebot aktiv auf die Firma Sunstar zuzugehen. Der japanische Hersteller von Klebstoffen für die Automobilindustrie hatte sich um ein Grundstück im Derchinger Gewerbegebiet Friedberg-Park beworben, war aber kürzlich am Friedberger Stadtrat gescheitert.

„In Friedberg hat wieder einmal die German Angst über die Vernunft gesiegt“, so die Kreisvorsitzende der FDP Augsburg, Katrin Michaelis. „Da will ein Unternehmen bis zu 100 Arbeitsplätze in der Region schaffen. Und anstatt dem Unternehmen den roten Teppich auszurollen, wird ein Zerrbild über Chemiefabriken aus dem 19 Jahrhundert gezeichnet: mit qualmenden Schornsteinen und Giftbrühe-Einleitung in den Badesee. Als ob Deutschland nicht die höchsten Sicherheitsstandards weltweit hätte!“ Das Gutachten des Augsburger Sachverständigen Dieter Sedlak habe zudem gezeigt, dass bei der Klebstoffherstellung, wie sie Sunstar plant, keine entzündlichen der krebserregenden Stoffe verwendet würden.

Die Freien Demokraten wollen Sunstar unbedingt nach Augsburg holen. „Sunstar war bereit, in Friedberg viel Geld für ein Grundstück an der A8 zu zahlen“, erklärt Michaelis. Als Zulieferer von BMW und Daimler suchten die Japaner einen Standort in der Mitte zwischen München und Stuttgart. „Da liegt nicht nur Friedberg. Da liegt auch Augsburg“, so Michaelis.

FDP-Stadtrat Markus Arnold hat Bürgermeisterin Eva Weber in einem Brief gebeten, über die städtische Wirtschaftsförderung aktiv an Sunstar heranzutreten. „Die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Friedberg wurden auf 400.000 Euro jährlich taxiert“, heißt es in seinem Schreiben. „Legt man den höheren Augsburger Hebesatz an, so ist mehr als halbe Million Euro zu erwarten – eine Summe, die die Stadt Augsburg angesichts der Haushaltslage und der vor uns stehenden finanziellen Aufgaben (Theatersanierung, Klinikum) sehr gut gebrauchen kann.“
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