Theater: Neue Interimsspielstätte steht fest

Die neue Interimsspielstätte steht fest. (Foto: David Libossek)

Jetzt ist es offiziell: Das Theater findet während der kommenden Spielzeit auch Zuflucht im Martini-Park. Intendantin Juliane Votteler gab das bei der Stadtrats-Pressekonferenz am Mittwoch bekannt.

Das Große Haus am Kennedy-Platz steht wegen gravierenderer Brandschutzmängel als zunächst angenommen, bereits in der Saison 2016/17 nicht mehr zur Verfügung.
Zuletzt waren die Pläne gescheitert, die Dampflokhalle des Bahnparks Augsburg als Ausweichspielstätte für das Schauspiel zu nutzen. Doch der Stadt wäre die Halle mit Raum für 450 Gäste letztlich zu teuer gekommen. Nun hat man mit der Halle im Martini-Park eine Alternative gefunden, um das Stück „Der jüngste Tag“ von Ödön Horváth aufzuführen. Hier haben 420 Gäste Platz. Bleibt abzuwarten, ob die Theaterbesucher die „neue“ Spielstätte auch annehmen.
Zusätzliche Spielstätten in der kommenden Saison sind die Schwabenhalle auf dem Messegelände für „Tosca“ und „Nussknacker“ sowie die Kongresshalle für das Weihnachtsstück „Pünktchen und Anton“. Die Brechtbühne wird wie geplant bespielt. Zusätzlich werden das Verdi-Requiem in Gersthofen sowie Simplicius Simplicissimus im Kurhaus in Göggingen aufgeführt.
Die zweite Hälfte der Spielzeit werde man nach den Sommerferien bekanntgeben, sagte Votteler. Man wolle – anders als mit dem Bahnpark – zunächst endgültige Sicherheit haben, dass sich eine Interimsspielstätte letztlich realisieren lässt.
Um den Martinipark gibt es derzeit Ärger. Naturschützer und der Freundeskreis „Gärtnerhaus am Park“ protestieren gegen den Bebauungsplan sowie den Abriss des Gärtnerhauses. Die Wahl einer dortigen Halle als Theater-Interim habe laut Oberbürgermeister Kurt Gribl mit diesen Diskussionen „überhaupt nichts zu tun“, sagte er in der Stadtrats-PK mit Nachdruck. (lib/mh)
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