UNESCO-Weltkulturerbe: "Kein Zweifel an der Bewerbung"

Augsburg will Teil des UNESCO-Welterbes werden. Für die Bewerbung wurde nun ein Bewerbungsbüro eingerichtet. (Foto: Roman van Nieuwenhuyse)

Ungeachtet aller Kritik hält die Stadt Augsburg an ihrer Bewerbung zum UNESCO-Weltkulturerbe fest. In einer internen Sitzung seien am Dienstag in der Stadtverwaltung von den beteiligten Referaten die "endgültigen Strukturen festgeschrieben worden, um die Augsburger Bewerbung als UNESCO-Welterbe ohne jegliche Verzögerung fortzusetzen". So berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.



An der "seit Wochen terminierten Besprechung" seien am schon vorliegenden Konzept die Feinabstimmungen vorgenommen worden, damit alle betroffenen Referate reibungslos zusammen arbeiten können.

„So sind endgültig die Voraussetzungen geschaffen, damit der Bewerbungsprozess intern bestens abgestimmt auf die Zielgerade gebracht werden kann“, so die Stadt. Demnach bleibt die Federführung für die Bewerbung zum UNESCO-Welterbe wie bisher beim Kulturreferat. Dort soll ein Bewerbungsbüro, ähnlich wie seinerzeit bei der Kulturhauptstadtbewerbung oder Ausrichtung der Fußball-Frauen-WM, eingerichtet werden.

Dem Büro werden vier zeitlich befristete Stellen zugeordnet, unter anderem ein Gesamtkoordinator und ein Hochbauarchitekt. Diese Einheit soll als Schnittstelle und Bewerbungsmotor für die gesamte Verwaltung dienen und vor allem sehr eng mit dem Bereich Städtebauförderung im Stadtplanungsamt zusammen arbeiten. Vordringliche Aufgabe des Büros sei es, neben der Ermittlung der Kostensituation den Bewerbungsantrag zusammen mit bereits beauftragten externen Welterbe-Experten auf den Weg zu bringen.

Im Gespräch mit den Experten hätte OB Kurt Gribl bereits vor Wochen mögliche Kostenszenarien hinterfragt. Damit seien darüber hinausgehende Überlegungen zu den Kosten für den weiteren Verlauf der Bewerbung hinfällig.
Die Bewerbung muss bis zum 1. August 2017 beim Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst abgegeben werden, der sie dann an die Kultusministerkonferenz weiterleitet. Im Zeitraum August 2017 bis Dezember 2017 wird der Antrag zur Vorprüfung über das Auswärtige Amt an das UNESCO-Welterbezentrum in Paris und gegebenenfalls zur Überarbeitung wieder zurück an die Stadt Augsburg gesendet.

Gribl wird die festgelegten Strukturen in einer sogenannten OB-Verfügung für die Stadtverwaltung verbindlich festsetzen. „Das Ergebnis der heutigen Besprechung lässt an unserer Bewerbung keinen Zweifel offen“, so der OB. „Die ganze Stadtverwaltung zieht ohne Reibungsverluste an einem Strang und hat die Strukturen, um den Bewerbungsprozess erfolgsorientiert auch letztendlich abzuarbeiten. Welche Kosten für die spätere Umsetzung bei einer möglichen Zuerkennung des Welterbe-Status anfallen, haben wir somit selbst im Griff.“
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