Uniklinik: Die Service-GmbH ist vom Tisch

Der Verwaltungsrat des Klinikums Augsburg hat sich in seiner Sitzung am Freitag gegen eine Auslagerung des Servicebereichs entschieden. Damit bleiben die Beschäftigten der Servicebereiche wie Küche, Reinigung, Versorgung und Transport Mitarbeiter des Klinikums. (Foto: Archiv)

Der Verwaltungsrat des Klinikums Augsburg hat sich in seiner Sitzung am Freitag gegen eine Auslagerung des Servicebereichs entschieden. Damit bleiben die Beschäftigten der Servicebereiche wie Küche, Reinigung, Versorgung und Transport Mitarbeiter des Klinikums.

Bei den Beschäftigten löste die Nachricht Erleichterung aus. Verdi begrüße ausdrücklich die Entscheidung, erklärte Gewerkschaftssekretär Stefan Jagl.

Der Verwaltungsratsvorsitzende Martin Sailer, dem die Beschäftigten am Donnerstag 2000 Unterschriften gegen eine Servicegesellschaft übergeben hatten, nahm schon im Vorfeld zur Abstimmung mehrfach dahingehend Stellung, dass er gegen eine Ausgliederung auf Kosten der Beschäftigten sei.

„Wir sind froh und erleichtert über diese Entscheidung“, sagte Hildegard Schwering, Personalratsvorsitzende am Klinikum. „Die Mitarbeiter atmen auf, denn eine Beschäftigung in den unteren Lohngruppen ohne Altersversorgung bedeutet vor allem Altersarmut nach langjähriger Berufstätigkeit. Dass die Verwaltungsräte sich hier für eine gesamtwirtschaftliche Betrachtungsweise entschieden haben, zeugt von Weitsicht.“

„Die Probleme, die Servicegesellschaften erzeugen, sind immer größer, als ihr Nutzen für ein Krankenhaus sein kann.“, sagte Jagel. „Andere Krankenhäuser sollten sich ein Beispiel nehmen und ihre Servicebereiche wieder eingliedern.“

Verdi will nun die Vorbereitungen für Tarifverhandlungen zu einem Personalüberleitungstarifvertrag treffen. Derzeit gibt es hierzu nur mündliche Zusagen. Verdi fordert, die Anwendung der Tarifverträge nach dem Trägerwechsel durch einen Überleitungstarifvertrag abzusichern.
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