Videoüberwachung: Sind Kameras am Königsplatz nur der erste Schritt?

Bislang gibt es am Königsplatz nur Kameras der Stadtwerke.
Nachdem die Polizei am Mittwochvormittag ihr Konzept zur Kameraüberwachung am Königsplatz vorgestellt hatte, diskutierte am Nachmittag der Ordnungsausschuss über die Thematik. Da Videoüberwachung an gefährlichen Plätzen unter die "polizeilichen Hoheitsaufgaben" fällt, ging es in der Sitzung nicht um eine Entscheidung für oder gegen Kameras am Kö. Die Fraktionen machten dennoch ihre Standpunkte deutlich und stellten Fragen an Polizeipräsident Michael Schwald und Polizeioberrat Christian Mergel, die im Ausschuss anwesend waren.

Stadträtin Verena von Mutius (Grüne) wies darauf hin, dass ihre Fraktion die Kameraüberwachung nach wie vor kritisch sehe. Die Polizeivertreter fragte sie, ob diese es für möglich hielten, dass die Kriminalität durch die Überwachung nicht weniger werde, sondern sich nur an andere Plätze verlagere.

"Ja, das ist denkbar", räumte Schwald ein, "vor allem, wenn der Bahnhofs-Vorplatz wieder eröffnet wird". Angst vor Verdrängung sei kein Argument, um einen kritischen Platz nicht zu überwachen, betonte Peter Schwab (CSU).

Beate Schabert-Zeidler (Pro Augsburg) regte "weitere Schritte" an. Schwald antwortete, man könne jetzt "nicht sagen, das bleibt der einzige Platz in Augsburg, der überwacht wird", er wolle aber auch nicht den Eindruck erwecken, dass die Polizei bereits plane, an weiteren Stellen Kameras zu installieren.

Für den Königsplatz sei dies "ein probates Mittel", am Rathausplatz hingegen sei die Anzahl der Straftaten vergleichsweise sehr niedrig. "Dort gibt es keine Grundlage für Videoüberwachung." (jaf)
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