Wenn ich OB bin. . .

Der Wahlkampf tobt. Um noch den Überblick zu behalten welcher Kandidat worauf abzielt, haben wir den Wahlkampf auf sieben Sätze zusammen geschrumpft. Und gaben den neun Kandidaten sieben Anfänge für Thesen vor. Diese zu Ende zu führen, blieb den OB-Anwärtern selbst überlassen.

Dr. Kurt Gribl, CSU, Oberbürgermeister


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg ein durchdachtes Maßnahmenbündel mit ganz neuen Konzepten zur Förderung des Wohnungsbaus, wie ich es speziell für dieses Thema in einem14-Punkte-Programm für meine nächste Amtsperiode bereits vorgestellt habe.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, habe ich einen neuen Weg vorgeschlagen, der die Zunahme der Bordelle erschwert und der Entwicklung eines entwürdigenden Milieus in Folge von Preisdumping entgegenwirkt.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie über die Strecke vom Hauptbahnhof zum Klinikum, die gemeinsam mit den Bürgern und der swa erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen wurde.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber unter menschenwürdigen Bedingungen, wie sie die Regierung von Schwaben gemeinsam mit uns in der Ottostraße geschaffen hat.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss ein Kulturentwicklungskonzept her, das von Aktiven in der Festival-und Kulturszene maßgeblich mitbestimmt wird.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB als Innenstadtfest.
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich sie in Beträge von 1000 bis 10 000 Euro aufteilen und damit viele ehrenamtliche und soziale Projekte unterstützen.

Dr. Stefan Kiefer, SPD, Stadtrat, Rechtsanwalt


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg eine Stadtregierung, die beim Verkauf und der Überplanung von Grundstücken nicht nur auf den höchstmöglichen Erlös achtet, sondern auch an Familien und Bezieher kleiner Einkommen denkt, und außerdem eine städtische WBG, die wieder stärker ihr Kerngeschäft betreibt.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich größtmöglichen Schutz für die Prostituierten in den Mittelpunkt der Politik stellen, denn die Augen verschließen und sagen „Das gibt es bei uns nicht!“ hilft niemandem.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie über zunächst einmal durch den Bahnhofstunnel, damit es eine optimale Anbindung an den Zugverkehr gibt, und dann über die Trasse, die am wenigsten Eingriffe in die Struktur des Thelottviertels bringt, also über die Route Rosenaustraße, Pferseer Straße (und Luitpoldbrücke, die extra dafür vor 15 Jahren gebaut wurde) sowie Hessenbachstraße und Ackermannstraße Richtung Klinikum – also die Trasse, über die schon seit zehn Jahren diskutiert wird und wogegen die Verwaltung seitdem keine zwingenden neuen Erkenntnisse genannt hat.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber in möglichst kleinen, überschaubaren Unterkünften, um die Familien menschenwürdig zu beherbergen, aber auch um das Zusammenleben der Anwohnern mit den Flüchtlingen nicht durch Ängste zu gefährden.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss immer neu an den Konzepten der Festivals gearbeitet werden, fördert die Stadt die kulturelle Vielfalt der Angebote, aber nicht jene Dinge, die auf Kommerz ausgerichtet sind und sich selber tragen können .
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB sobald es geht, wobei vorher alle Beteiligten, auch Anwohner, an einen Tisch müssen.
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich diese zur Dachsanierung der Kapellenschule in Oberhausen, der Duschen in der Grundschule Hochzoll-Süd, der Außensportanlage in der R 2 und zur Bezahlung von Hausaufgabenbetreuung der Mittelschule St. Georg in der Innenstadt einsetzen.

Reiner Erben, Die Grünen, Stadtrat, Geschäftsführer Tür an Tür


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg Festsetzungen in den Bauleitplänen von 30 Prozent für sozialen Wohnungsbau, ein Konzept mit WBG, anderen Genossenschaften und freien Investoren und eine andere Mischung in den neuen Wohngebieten.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich als OB ein Konzept erarbeiten, für einen besseren Umgang mit Prostitution, grundsätzliche Verbote überall und Hau-ruck-Aktionen bringen uns nicht weiter.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie am liebsten über die Hörbrot- und Holzbachstraße, aber ich will dem Ergebnis des Bürgerdialogs Go West nicht vorgreifen.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber in menschenwürdigen kleineren Einheiten verteilt über die Stadt, nicht in großen Gemeinschaftsunterkünften wie der an der Calmbergstraße, die dann geschlossen ist.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss die Stadt endlich wieder ihre Leitlinien weiterentwickeln, ihre Bedeutung offen mit Kulturschaffenden und Bürgerschaft diskutieren und eine durchdachte und sinnvolle Strategie entwickeln.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB als kulturell hochwertiges Bürgerfest mit Niveau, in dem sich jung und alt und Anwohner/-innen und Besucher/-innen wohl fühlen.
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich mich im Stadtrat für eine überparteiliche Mehrheit einsetzen, um einen Grundstock zu legen für einen Fonds zur Energiesanierung der städtischen Liegenschaften.

Markus Arnold, FDP, Unternehmer


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg mehr Angebot als Nachfrage.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich regelmäßig mit den Frauen, Polizei und Hilfsverbänden zusammen sitzen und Probleme konkret angehen, nicht aussitzen.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie über die Trasse, die von Experten empfohlen wird und den größtmöglichen Nutzen für alle Bürger bringt.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber als willkommene Mitglieder unserer Stadtgesellschaft.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss die Stadt den Organisatoren als Problemlöser und nicht als Problemfinder zur Seite stehen.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB 2015.
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich diese in die Schulsanierung investieren.

Peter Grab, Pro Augsburg, Kulturbürgermeister


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg neue Wohnungen insbesondere durch die WBG und neue Baugebiete.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich die Vorschläge des kriminalpräventiven Rats versuchen umzusetzen und SOLWODI unterstützen.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie über die vom Stadtrat beschlossene Trasse.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber dezentralisiert in Objekten wie dem Grandhotel.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss das Festivalkonzept weiter umgesetzt werden und der Stadtrat sollte nicht erneut bei den Festivals einsparen, was das Konzept erst nötig machte, um alle Festivals (erfolgreich) zu retten.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB im Jahr 2015, wenngleich heute nicht festgelegt werden muss, wie es heißen wird.
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich mit den Fraktionen beraten, wofür das Geld eingesetzt wird – von Schulsanierungen über ein Sportbad bis zum Römischen Museum gäbe es viele Möglichkeiten.

Alexander Süßmaier, Die Linke, Stadtrat, Chemielaborant


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg eine aktive Wohnraumpolitik der Stadt, mit städtischen Wohnungen und Mieten von maximal fünf Euro pro Quadratmeter für Menschen, die ein geringes Einkommen haben.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich keine Verbote oder repressiven Maßnahmen einleiten, denn das hat noch nie geholfen, sondern Beratungs- und Hilfsangebote für die Sexarbeiter/-innen schaffen.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie zum Beispiel die Maximilianstraße entlang und endet in Hochzoll-Süd, aber auf keinen Fall für 120 Millionen Euro unter dem Hauptbahnhof durch.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber in ganz normalen und menschenwürdigen Wohnungen.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss der Kulturetat erhöht werden und mehr kreatives Niveau in die Veranstaltungen einfließen.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB in Form eines historischen Römerfestes in der ganzen Innenstadt.
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich endlich den Sozialpass für alle einführen, mit Sozialticket für den ÖPNV und kostenlosem bzw. billigem Eintritt in Schwimmbäder, Kulturveranstaltungen und Museen für alle Bedürftige.

Volker Schafitel, Freie Wähler, Architekt


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg die Rückbesinnung WBG auf ihren Gründungszweck.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich eine offensive Kontroll- und Betreuungsstruktur einführen.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie über die autofreie Pfersee-Unterführung, bis Deutschenbauerstraße im Fünf-Minuten-Takt und flügelt auf Zehn-Minuten-Takt nach Stadtbergen und Ackermannstraße-Südseite bis Klinikum.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber in WBG-Lofts zusammen mit Studenten in allen Stadtteilen.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss der Qualitätsstandard eingehalten werden, der die Grundlage für eine sichere Förderung ist.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB, wenn die kulutrelle Ausrichtung stimmt!
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich den Holbeincampus ohne Autos realisieren.

Thomas Lis, AfD, Unternehmer


Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg einen politischen Kraftakt, den man nur mit einer – von uns angestrebten – guten Zusammenarbeit der verschiedenen Fraktionen im Stadtrat bewältigen kann.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich auf kommunaler Ebene die bestehenden, aber bei weitem nicht ausreichenden Regelungen konsequent anwenden und auf Bundesebene darauf drängen, das erfolgreiche schwedische Modell, also ein Verbot der Prostitution, einzuführen.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie über Gleise, die nur unter ausführlicher und frühzeitiger Einbeziehung der Bürgerinteressen und unter kritischster Betrachtung von Kosten und Folgekosten gebaut wurden, sonst würde ich mit einem umweltfreundlichen und schnellen Bus oder eher mit meinem modernen OB-Elektrorad fahren.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber in kleineren und menschenwürdigen Wohneinheiten, haben, wenn es nach der AfD geht, keine so menschenunwürdig langen Verfahren mehr auszuhalten und dürfen auch gleich arbeiten, was die Situation für viele Bewerber und auch für Anwohner von Unterkünften sicherlich entspannen würde.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss ein Fachgremium unter Führung eines reinen Kulturreferenten ein klares Konzept unter Einbeziehung der, leider sehr begrenzten, finanziellen Mittel der Stadt erarbeiten, mit dem die Kulturschaffenden auch mittelfristig verlässlich planen können und ein Rahmen für die Gewinnung weiterer Sponsoren geschaffen wird.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB idealerweise schon 2015!
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich das Geld zu gleichen Teilen in einerseits die Schulsanierung und die Verbesserung des Radverkehrs investieren, andererseits endlich, wie in vielen anderen Städten schon lange geschehen, Stellen in Augsburg schaffen, die sich darum bemühen, europäische Fördermittel für Projekte nach Augsburg zu holen, und somit aus der einen Million mehr zu machen.

Christian Pettinger, ÖDP, Diplomingenieur (FH)



Für bezahlbaren Wohnraum braucht Augsburg einen Mietpreisspiegel und einen verstärkten Einsatz der städtischen Wohnbaugesellschaft.
Um die Situation für Prostituierte in Augsburg zu verbessern, werde ich mit den Spezialisten der Polizei nach Lösungen suchen und nicht wie die jetzige Stadtregierung in der Öffentlichkeit erst einmal Planlosigkeit demonstrieren.
Wenn ich als OB in die Linie 5 einsteige, fährt sie über Schienen.
Mit mir als OB leben künftige Asylbewerber in kleinen Einheiten im gesamten Augsburger Stadtgebiet integriert.
Damit die Festivalkultur in Augsburg nicht abstirbt, muss die Frage erlaubt sein, ob wir alle Festivals wirklich brauchen und neue Ideen müssen eine Chance bekommen, sich zu bewähren.
Das nächste Maxfest gibt es mit mir als OB, aber sicher auch ohne mir als OB.
Wenn ich als OB eine Million Euro im Haushalt frei zur Verfügung hätte, würde ich endlich mit der Energiewende vor Ort anfangen.
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