Wenn Mode Leben kostet: Augsburger Textil- und Industriemuseum gedenkt asiatischer Fabrikarbeiter

Im September 2012 kamen bei einem verheerenden Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi 260 Menschen ums Leben. Das Augsburger Textil- und Industriemuseum erinnert an die Opfer. (Foto: Naila Mahmood)
Fünf Jahre ist es her, dass am 11. September 2012 bei einem verheerenden Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi 260 Menschen ums Leben kamen. Die Betreiber der Firma, die vor allem für einen deutschen Textildiscounter Jeans produzierte, hatten sämtliche Sicherheitsbestimmungen missachtet. Versperrte Ausgänge und vergitterte Fenster in der Fabrik wurden so für die Mitarbeiter zur tödlichen Falle.

Nach dem Feuerinferno, das als größter Fabrikbrand in Asien gilt, hatte der deutsche Designer und Künstler Miro Craemer 2016 mit seiner textilen Installation „Cord of desires“ den Verlierern einer enthemmten Globalisierung, den Arbeiterinnen und Arbeitern, eine Stimme gegeben. Aufgespannter Jeansstoff auf einer lange Kordel diente als Mahnmal im öffentlichen Raum.

Nun wird der „cord“ in der ehemaligen Textilmetropole Augsburg weiter entwickelt. Von Samstag, 16., bis Montag, 18. September, finden dazu täglich zwischen 10 und 14.30 Uhr öffentliche textile Workshops im Augsburger Textil- und Industriemuseum statt. Die Ausstellung selbst startet dann am 21. September. (pm)
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