Wie die neue Linie 5 nun fahren soll

Gegen die Variante Hessenbachstraße machten viele Pferseer mobil. Sie forderten von Beginn an, die Linie 5 über die Holzbachstraße zu führen. Stadt und Stadtwerke hielten bislang aber an der Hessenbachstraße fest. Die aktuelle Wende erklärte Gerd Merkle im Bauausschuss (Foto: Anna Wilhelm)
Über welche Trasse die neue Straßenbahnlinie 5 tatsächlich vom Hauptbahnhof zum Klinikum fahren wird, soll am kommenden Donnerstag endlich festgelegt werden. Der Augsburger Stadtrat wird sich dann wohl für die „Variante Holzbachstraße“ aussprechen.

Diese Kehrtwende von Hessenbachstraße auf Holzbachstraße erläuterte Baureferent Gerd Merkle nun erneut im Bauausschuss und betonte: „Das waren Dinge, die niemand vorhersehen konnte.“

Wie berichtet , verkündeten Stadt und Stadtwerke vor drei Wochen völlig überraschend, dass nun doch die Holzbachstraße favorisiert werde – jene Variante, die eine Bürgerwerkstatt bereits vor einigen Jahren als Vorzugstrasse erarbeitet hatte. Zu Beginn der Planungen entschieden sich Stadtwerke und Stadtrat dann jedoch für die Hessenbachstraße.

Der Grund, warum die Stadtverwaltung den Stadträten nun sehr wahrscheinlich die Holzbachstraße als Empfehlung vorlegen wird, sind deutlich geringere Mehrkosten für eine Führung über die Bürgermeister-Ackermann-Brücke als zunächst angenommen. Dass diese Option erst jetzt verfolgt wird, hänge vor allem damit zusammen, dass die Ampelanlage an der Kreuzung Augsburger Straße/Hessenbachstraße eine Million Euro teurer würde als geplant. Weil die Straßenbahn an dieser Stelle die Localbahn kreuzt, sei die Ampelschaltung anspruchsvoll.

Hinzu kommt, dass die Luitpoldbrücke, über welche die Hessenbach-Trasse führen würde, für den Verkehr mit zwei Linien nicht mehr geeignet sei. Aufgrund neuer Vorschriften zu den Abständen von Trams in Stationen sei die Haltestelle zu kurz.
Wenn nun also nicht die Luitpoldbrücke als Überquerung der Wertach genutzt wird, muss die Linie 5 über die Ackermann-Brücke fahren. Diese wird gerade neu gebaut, jedoch bisher ohne eine Trasse für die Tram.

Nun müssen die Stadtwerke schnell neu kalkulieren. Die neue Brücke muss 3,50 Meter breiter werden, als es die aktuellen Pläne vorsehen. (jaf)
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