Wie sicher ist der Plärrer?

Um für mehr Sicherheit auf dem Plärrer zu sorgen, sollen an den Eingängen Rucksackkontrollen stattfinden. Foto: Clarissa Beck

Allen Nachrichten von Anschlägen zum Trotz, ist Ordnungsreferent Dirk Wurm überzeugt, dass auf dem Herbstplärrer niemand Angst haben muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort etwas passiere, erklärt er, liege bei eins zu 27 Millionen. "Da ist es wahrscheinlicher, dass Ihnen morgens im Bad etwas passiert." Dennoch, das Sicherheitskonzept wurde für den diesjährigen Herbstplärrer zumindest leicht verschärft.

Bereits vor gut zwei Wochen hatte sich der Ordnungsreferent mit Polizei, Feuerwehr, Sicherheitsfirmen, dem Schwäbischen Schaustellerverband und den Festwirten zusammengesetzt, um über die Sicherheit auf dem Plärrer zu diskutieren. Dort seien, so der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Augsburg Mitte, Robert Kühnel, "die aktuellen Ereignisse bewertet worden". Nach den Anschlägen der vergangenen Wochen in München, Würzburg oder Ansbach seien Ängste und Sorgen in der Bevölkerung vorhanden. "In der Region Augsburg gibt es aber keine konkreten Hinweise auf Störungen. Wir gehen von einem gut vorbereiteten und sicheren Plärrer aus", so Kühnel.

An die Besucher appelliert er, ebenso wie Ordnungsreferent Wurm, möglichst keine großen Taschen und Rucksäcke mitzubringen. Ein Rucksackverbot gibt es zwar nicht, auch keine Eingangsschleusen, doch an jedem Zugang sollen zwei Sicherheitskräfte stehen, die zumindest stichprobenartig auch Rucksäcke kontrollieren. Der Hinweis, nur das Nötigste mitzubringen, soll nicht nur für einen reibungslosen Einlass sorgen, sondern "wir haben auch oft Taschendiebstähle", sagt der Polizeibeamte. Ganz nach dem Motto, was man nicht dabei hat, kann auch nicht geklaut werden. Da dennoch mit "leichten Rückstauungen" an den Eingängen gerechnet wird, soll die Langenmantelstraße auf Höhe des Plärrers in stadteinwärtiger Richtung nur einspurig befahrbar sein. "Niemand soll auf der Autospur stehen müssen", erklärt Wurm. Diese Verkehrsbeschränkung habe es in den vergangenen Jahren noch nicht gegeben. Sollte sie sich aber heuer bewähren, wolle man sie beibehalten. "Jeder kann und soll ruhigen Gewissens auf den Herbstplärrer gehen", sagt Wurm abschließend.
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