"Wir sind mehr wert!": Augsburger Tagesmütter fordern mehr Anerkennung für ihren Beruf

Tagesmütter setzen sich mit einer Petition für mehr Anerkennung ein. (Foto: Ian Allenden, 123rf.de)

Tagesmütter aus Augsburg fordern mehr Anerkennung für ihren Beruf. Mit einer Petition wollen sie nun den Bundestag dazu bringen, Standards festzulegen. "Wir sind mehr wert!", sagt Gudrun Matthießen.

Die Tagesmutter aus Augsburg erklärt: "Uns geht es darum, ein eigenständiges Berufsbild anerkannt zu bekommen." Die Arbeit im sozialpädagogischen Bereich, mit allen Risiken, Vor- und Nachteilen der Selbständigkeit, sei "ganz sicher kein Hobby". Diese Arbeit bedürfe einer Wertschätzung, die sich in einer leistungsgerechten Vergütung widerspiegeln müsse und nicht in einem "Anerkennungsbeitrag".

"Wir arbeiten pädagogisch, familiennah, mit kindgerechten Kleingruppen, wirtschaftlich, organisatorisch, Familien begleitend und beratend", zählt die Tagesmutter auf. Eine leistungsgerechte Vergütung müsse derart gestaltet werden, dass die Kindertagespflege für alle Eltern leistbar ist. "Sozial gestaffelte und gerechte Elternbeiträge analog zu den Gebühren für einen vergleichbaren Platz in einer Kindertagesstätte sind daher unabdingbar", fordert sie. Zu einer leistungsgerechten Vergütung gehöre auch die finanzielle Gestaltung der Ausfalltage und der betreuungsfreien Zeit. "Krankheit darf kein Luxusgut sein, Erholungsphasen müssen möglich sein."

Der Deutsche Bundestag soll dafür, so der Wortlaut der Petition, "beschließen, das SGB VIII hinsichtlich der Kindertagespflege zu novellieren und den heutigen Bedürfnissen der Kindertagespflegepersonen, der Kinder und deren Familien anzupassen: Hierfür ist es erforderlich, Mindeststandards in Bezug auf Ausbildung, Bezahlung und Rahmenbedingungen festzulegen, die die Gleichstellung gegenüber den Kitas berücksichtigt. Wir fordern die Anerkennung als Beruf und eine leistungsgerechte Vergütung, die existenzsichernd ist."
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