Wo sind die 40 Millionen Euro geblieben?

40 Millionen Euro Defizit Die Stadtkasse muss ein gewaltiges Defizit aus dem Jahr 2014 verkraften. Noch rätselt die Verwaltung, wohin das Geld geflossen ist. Foto: Archiv (Symbolbild)

Die Stadtkasse muss ein gewaltiges Defizit aus dem Jahr 2014 verkraften. Noch rätselt die Verwaltung, wohin das Geld geflossen ist.

Die Finanzreferentin Eva Weber ist in einer unangenehmen Lage: Der Haushalt 2014 hat mit einem Fehlbetrag von 40 Millionen Euro abgeschlossen. Nun muss sie zusehen, wie bis spätestens 2016 dieses Defizit wieder ausgeglichen werden kann.

"Wir werden versuchen, einen Teil schon im Nachtrag 2015 abzubilden", erklärt Bürgermeisterin Weber. Noch ist aber offenbar nicht klar, warum so viel Geld fehlt. "Die Analyse zum Fehlbetrag wird derzeit erarbeitet und in der Stadtratssitzung im Juli berichtet. Aufgrund der Umstellung des städtischen Finanzwesens sind hier noch diverse Abgleiche durchzuführen", so Weber.

Der Defizitausgleich wird den Handlungsspielraum der Stadt deutlich einengen. Doch die Theatersanierung sei nicht betroffen, versichert Weber. Ohnehin müsse dafür erst "ein Finanzierungskonzept erstellt werden, um dann zu überlegen, wie dieses im Haushalt zu berücksichtigen ist".

Der Haushalt 2014 stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Webers Vorgänger im Amt Hermann Weber musste sich zur Aufstellung eines Haushaltsentwurfs mit einem Blindentwurf behelfen, der zunächst eine Unterdeckung von 150 Millionen Euro aufwies. Den von Hermann Weber mühsam zusammengekürzten Ausgleich weichte der Stadtrat in den Haushaltsberatungen auf. Weil die damalige Regierungskoalition auf die Stimmen der Opposition angewiesen war, wurden auch deren Wünsche aufgenommen. Nun folgte offenbar die Quittung.
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