WSA trennt sich von AfD: "Äußerungen von Frauke Petry nicht tragbar"

Peter Grab hat der AfD die Zusammenarbeit aufgekündigt. Grund sind einige Äußerungen der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry. (Foto: Archiv)

Die Ausschussgemeinschaft aus WSA und AfD im Augsburger Stadtrat löst sich auf. Am Samstag hat Peter Grab die Zusammenarbeit der Parteien zum 15. Februar aufgekündigt. Grund für die Auflösung sind einige Äußerungen von AfD-Frontfrau Frauke Petry.

In einem Interview hatte Petry den Gebrauch von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an den Grenzen befürwortet. Man müsse „den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen“, so die AfD-Vorsitzende.
„Sich nun aber auch noch im 21. Jahrhundert vorstellen zu müssen, dass an der deutschen Grenze in Kauf genommen werden soll, wehrlose Menschen zu erschießen, ist so ungeheuerlich, dass eine Ausschussgemeinschaft mit der AfD im Augsburger Rathaus nicht mehr möglich ist“, erklärte WSA. Man hoffe, dass sich die AfD in Augsburg von diesen Aussagen Petrys distanzieren werde. Als Folge der Trennung werden nun Grab, Markus Bayerbach und Thorsten Kunze künftig nicht mehr in den Ausschüssen vertreten sein. Somit wird dort nun ein Sitz frei.
Die Zusammenarbeit mit der AfD hatte schon im Dezember für Aufregung gesorgt. Einige Mitglieder der WSA waren deshalb aus der Partei ausgetreten.
Frauke Petry wird am 12. Februar auf dem Neujahrsempfang der Augsburger AfD erwartet. Schon im Vorfeld hat sich eine Protestaktion gegen ihren Auftritt im Rathaus angekündigt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.