0:3 – Augsburger EV findet in München seinen Meister

Wie vernagelt: Kein Durchkommen gab es für die Augsburger Panther gegen RB München. Zur Not deckten zwei Torhüter den Kasten ab.
 
6.139 Zuschauer im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion sahen das 0:3 ihrer Panther.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Nach einem starken ersten Drittel stand es im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion unverdient 0:1, dann ließ München kaum noch Chancen zu und traf zweimal im Powerplay – nach dem 3:0 steht München wieder an der Spitze, während der AEV weiter um Platz 10 kämpfen muss.

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Zwar fehlten auch beim EHC RBM mit Kahun, Flaake, Christensen und Matsumoto Leistungsträger, was beim großen Kader der Landeshauptstädter nicht so viel ausmacht wie der fehlende Center David Stieler bei Augsburg. Wieder mit dabei waren Ben Meisner als Ersatz-Torhüter und Arvids Rekis, der den Platz von Derek Dinger in der Verteidigung einnahm. Trotzdem fand der AEV schnell ins Spiel, schon nach neun Sekunden wurde Leggio im Münchner Tor geprüft. Dabei blieb es nicht, Leggio klärte in der ersten Viertelstunde gegen so gut wie alle Augsburger Stürmer, während seine Vorderleute noch nicht ganz auf dem Eis schienen. Aber wie so oft fiel nach den vielen verpassten Gelegenheiten das Tor auf der anderen Seite: Mehrere Augsburger scheiterten beim Versuch den Puck aus dem Drittel zu spielen, der kam zum Ex-Augsburger Darryl Boyle – ein Schuss durchs Gewühl schepperte an den Innenpfosten und ins Netz, Jonathan Boutin war chancenlos.

München eiskalt im Powerplay

Der EHC war schon vor dem Treffer besser ins Spiel gekommen, mit der Führung im Rücken fiel das den Münchnern noch leichter, während der AEV aus dem Rhythmus kam. Das Spiel im Mitteldrittel war noch frustrierender anzusehen: München machte die Räume zu und Augsburg fiel dazu kein Mittel ein. Überzahlspiele wären eines gewesen, das wusste der EHC jedoch und blieb fair und konsequent der Strafbank fern. Als dort dann doch ein Spieler Platz nehmen musste war es ein Augsburger, was München schnell bestrafte: Ein übersehenes Foul von Pinizzotto in der Rundung, damit noch einer kurz aus dem Spiel genommen, und Yannick Seidenberg versenkt die Scheibe mit einem Schuss von der Blauen Linie. Schade, denn Augsburg hatte zwar im zweiten Drittel offensiv wenig zu melden gehabt, stand den Angriffen der überlegenen Münchnern lange und kompakt entgegen.

Im Schlussabschnitt ein ähnliches Bild, wenn auch Leggio jetzt wieder etwas mehr gefordert war. Die Oberbayern verwalteten weiter ihren Vorsprung, die Druckphasen, während denen sie die Schwaben im eigenen Drittel eingeschnürt hatten wurden weniger. Aber auch jetzt schaffte es der AEV nicht Leggio zu überwinden und mit dem Anschlusstreffer das ausverkaufte Stadion anzustecken. Die Panther steckten nie auf, wurden aber bei jedem Angriff erneut frustriert und fingen sich postwendende Konter ein. Goalie Boutin hielt seine Jungs weiter im Spiel, nach der nächsten Strafzeit war der sprichwörtliche Käs‘ gegessen beziehungsweise der Softdrink ausgetrunken: 3:0 nach 50 Minuten, Maximilian Kastner hatte im Powerplay einen Nachschuss verwandelt.

Letztes Spiel vor dem Deutschland Cup:
Sonntags in Schwenningen

Trotz der Herausnahme Boutins reichte es auch mit sechs Feldspielern nicht einmal zum Ehrentreffer - die heute aufgesparten Tore werden hoffentlich am Sonntag fallen, wenn die Panther in Schwenningen antreten müssen. Spielbeginn im Schwarzwald ist um 17:00 Uhr.
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