1:6 Debakel der Augsburger Panther in Schwenningen

Auswärtsdebakel in Schwenningen, Panther verlieren mit 1:6 (Symbolbild) (Foto: A. Heinle)

Bittere Niederlage im Kampf um die Playoffs gegen die Wild Wings aus Schwenningen. Die Augsburger Panther gehen nach 15 starken Minuten sang- und klanglos unter. Die Zutaten des Debakels: eine nur bedingt DEL-taugliche Verteidigung (Stichwort Unterzahl und mittlerweile 149 Gegentore, keine DEL-Mannschaft hat mehr), ein nur bedingt DEL-tauglicher Torhüter, ein Sturm mit Ladehemmung und zweimal 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Augsburg. Spätestens seit Freitagabend muss man wohl berechtigter Weise um die Playoff-Teilnahme bangen. Vorerst sind die Panther aus den Playoffs raus, Ingolstadt konnte in Berlin, Köln nach Penaltyschießen in Straubing gewinnen und damit den AEV auf Tabellenplatz 11 verdrängen.

Am Freitagabend stand der vierte Vergleich der Saison mit den Wild Wings aus Schwenningen an. Die bis dato makellose Bilanz, Augsburg gewann die ersten drei Partien, endete aber in einem Debakel. Die Panther unterlagen beim ersatzgeschwächten Tabellenvorletzten mit 6:1 (2:1 / 4:0 / 0:0). Die Panther begannen mit Ben Meisner im Tor (ab Spielminute 41 Jeff Deslauriers), Daniel Weiß und Derek Dinger mussten gesundheitlich bedingt pausieren.

1. Drittel

Große Chancen waren zu Beginn der Partie Mangelware, aber mit zunehmender Spieldauer waren die Panther die spielbestimmende Mannschaft und deutlich gefährlicher vor dem Tor. Dementsprechend gab es dann auch die erste Strafzeit des Abends gegen Schwenningen (Benedikt Brückner, Haken, 9.). Ivan Ciernik hatte die erste Chance im Powerplay, aber Joey MacDonald konnte den platzierten Schuss abwehren. Eine gelungene Überzahl-Kombination, der Pass kam von Drew LeBlanc, konnte schließlich von Thomas Holzmann (10.) zum 0:1 versenkt werden. Jon Matsumoto (14., Beinstellen) eröffnete den Gastgebern die erste Überzahlmöglichkeit. Und da bedankten sich die Schwarzwälder, die Panther mal wieder konsequent inkonsequent in Unterzahl, Torschütze Simon Danner (16.). Wenig später hatte Daniel Schmölz die Führung für die Wings auf der Kelle, aber noch wollte der Puck nicht in den Pantherkasten. Mehr oder weniger im Gegenzug scheiterte Ciernik zum wiederholten Male an MacDonald. Die nächste Chance durch Schmölz konnte Ben Meisner noch mit Bravour abwehren, aber wenig später war die Pantherabwehr nicht auf der Höhe und Steven Billich (20.) konnte zum 2:1 einnetzen. Und damit war der AEV noch gut bedient, Will Acton hatte Sekunden vor Drittelende nochmals die Chance für seine Farben zu erhöhen. Das Fazit ist wenig schmeichelhaft, nach 15 Minuten Dominanz dominierte der Dominierte letztendlich mit einem Tor Vorsprung.

2. Drittel

Das zweite Drittel mussten die Augsburger in Unterzahl angehen (Alex Polaczek 20., Behinderung), aber diese konnte schadlos gehalten werden. In der 23. traf Ciernik das leere Tor nicht. Ein harter Check von Holzmann gegen Trivellato ergab 5 Minuten plus Spieldauer, die Schiedsrichter hatten nicht unbegründet auf ‚Check von hinten‘ entschieden. Und da fackelten die Wild Wings nicht lange, Andreé Hult konnte in Überzahl auf 3:1 erhöhen. Ein Torwartfehler von Meisner, immer noch in Unterzahl, brachte Schwenningen schließlich mit 4:1 in Front (Torschütze Marcel Kurth, 26.). In der 34. Spielminute verletzte sich der Schwenninger Goalie MacDonald nach unglücklichem Zusammenprall mit Matt MacKay, für ihn kam Dimitri Pätzold. Matt MacKay bekam dafür die nächste 5 plus Spieldauer. Diese Entscheidung war aber sehr umstritten, da ein Schwenninger Verteidiger maßgeblich an diesem Zusammenprall beteiligt war. Ein Stockschlag von Pelech (36.) egalisierte die verbleibende Augsburger Unterzahl. Nützte aber nichts, am 5:1 war die Augsburger Verteidigung nahezu unbeteiligt, den Treffer erzielte Danner (37.). Selbiger konnte einen schwachen Ben Meisner nur eine Minute später bereits wieder überwinden, Zwischenstand 6:1 (39.).

3. Drittel

Im letzten Drittel durfte Deslauriers für Meisner ran, Letzterer hatte sich neben einer durchwachsener Leistung zudem auch noch verletzt. Eine Überzahl in der 45. Spielminute (Hult, Behinderung) konnte trotz guter Gelegenheiten nicht in Tore umgemünzt werden. Ein Unterzahlkonter der Panther, Rekis musste auf die Bank, endete in einem Faustkampf zwischen Hult und Iggulden (50. jeweils 2 plus 2 plus 10). Und weiter ging es mit ‚römisch-griechisch‘, Pelech wurde dafür ebenfalls mit 2 plus 2 plus 10 bedacht (ergibt automatisch eine Spieldauerstrafe). Soviel zu den sportlichen Highlights im dritten Drittel.

Nach dieser Niederlage ist alles für ein spannendes Sonntagsspiel angerichtet. Mit dem KEC kommt die Mannschaft ins CFS, die die Panther am Freitagabend von einem Playoffplatz vorerst! verdrängt hat. Beide Mannschaften haben 58 Punkte auf ihrer Habenseite, Köln aber die bessere Tordifferenz. Der Anhang mit dem Faible für bissige Meeresbewohner, es werden um die 900 KEC Fans erwartet, kommt per Sonderzug nach Augsburg. Gepaart mit der Tabellensituation ist alles für heißes und lautstarkes Eishockeyduell angerichtet.
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Oliver Heller aus Augsburg - City | 30.01.2016 | 19:04  
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