5-Punkte Wochenende zum Saisonauftakt – Panther besiegen Krefelder Pinguine mit 4:3 n. V.

Nach nahezu 200 Tagen ohne DEL-Eishockey im Curt-Frenzel-Stadion war die Stimmung, trotz enttäuschender Kulisse von lediglich 4164 Zuschauern, zum Heimauftakt der Saison 2016/17 prächtig. Einige Neuerungen gab es zudem. Am Sonntagabend wurde mit Sascha Strunck ein neuer Stadionsprecher präsentiert, der Rolf Störman nach 14 Jahren Engagement ablöste. Ebenso wurde die neue Intro-Show präsentiert, laut bunt und grell, so wie man es eben in den modernen Eisstadien Europas hat. Zum sportlichen: Erstmals wurde die Overtime mit 3 gegen 3 ausgetragen und die Panther konnten mit dem Endstand von 4:3 n. V. wenigstens zwei Punkte für sich verbuchen.

Nach in Summe starker Leistung in Nürnberg, musste Jonathan Boutin heute auf der Bank platznehmen. Die numerische Nr. 2 auf dem Torhüterposten, Ben Meisner, stand beim Heimauftakt im Kasten der Augsburger Panther. Verletzt sind gegenwärtig Arvids Rekis und Drew LeBlanc, letztere wurde nach dem Sieg in Nürnberg mit bandagiertem Finger gesichtet. Wermutstropfen nach 62 Minuten: bei derart vielen Chancen sollte man den Sack nach der regulären Spielzeit zugemacht haben.

1. Drittel

Das anfängliche Beschnuppern dauerte nicht lang, Kyle Klubertanz prüfte Meisner ein erstes Mal aus der Distanz, aber keine Probleme für den Panther-Keeper. Generell begann der AEV in gewohnter Heimmanier, mit viel Druck und Speed nach vorne. In der 5. Spielminute wurde Alexander Thiel von Adrian Grygiel an der linken Bande schön in Position gespielt. Der Pass in die Mitte fand Alexander Polaczek, der ein 2 auf 1 abgebrüht zum 1:0 nutzen konnte. Nach einer kleinlichen Strafe in der 7. Spielminute, Brady Lamb musste wegen Stockcheck runter, zeigten die Panther ein effektives Penaltykilling. Grygiel hatte sogar die Riesenchance zu einem Shorthander. Und dann kam Lamb von der Bank, der den Puck direkt zugespielt bekam, einen Schlagschuss antäuschte um letzendlich ungestört auf Grygiel zu passen. Und der nagelte das kleine Schwarze zum 2:0 in den Vogelkäfig. In der 12. Spielminute gab es schließlich die erste Strafe für die Pinguine, da wurde ein Panther am Fell gezupft. T. J. Trevelyan kam zu einer ersten Chance im Powerplay, der gefährliche Onetimer ging nur knapp über das Tor, darauf scheiterte Thomas Holzmann am nahezu leeren Tor. In Summe konnte sich Patrick Galbraith im Vogelkäfig konnte nicht über Beschäftigung beschweren, aber mit etwas Glück den nächsten Panther Treffer verhindern. Der AEV war im ersten Drittel in allen Belangen den Krefeldern Pinguinen überlegen, bis auf die letzte Spielminute. Kurz vor der Sirene verlor die bis dahin konsequente Pantherverteidigung den Überblick. Nicolas St. Pierre umkurvte das Panthergehäuse ungestört und Marcel Müller konnte im Slot unbedrängt ins leer Tor zum 2:1 einschieben.

2. Drittel

Während den ersten Minuten des zweiten Spielabschnitts hatte Krefeld mehr vom Spiel und kam mehrmals vors Panthertor, aber ohne sich zwingende Gelegenheiten erspielen zu können. In der 25 Spielminute behielt dann Woody Holzmann die Übersicht im Angriff, verzögerte den Pass in die Mitte bis ins gefühlt Unendliche, den schlussendlich Michael Davies zum 3:1 verwerten konnte. Dem Haken von Herberts Vasilijevs in der 26. Spielminute folgte ein verhaltenes Panther-Power-Play ohne Zählbares. Generell war nach dem 3:1 vorübergehend der Dampf etwas raus. In der 33. Minute dann ein Treffer der Krefelder, der Videobeweis, mit Verdacht auf Torraumabseits musste bemühte werden. Die Entscheidung fiel zugunsten der Panther aus: kein Tor. Gute Aktion vom Captain Steffen Tölzer in der 34. Minute, der Holzmann mit einem harten Pass gefährlich bediente.

3. Drittel


Die erste gefährliche Szene im letzten Drittel ging auf Kosten von Thomas Holzmann. In der 42. Minute tankte sich der allzeit gefährliche und agile Woody willensstark durch die gegnerischen Abwehrreihen, konnte aber letztendlich den Puck nicht mehr kontrollieren. Es folgte eine Strafe gegen die Panther, Scott Valentine hatte da etwas zu überschwänglich den Schläger in der Verteidigung eingesetzt (Cross-Check). Und der Anschlusstreffer war dann auch schön herausgespielt und Meisner chancenlos bei der harten Abnahme von Daniel Pietta, Zwischenstand 3:2. Die nächste Strafe für Scott Valentine verhinderte zwar einen Gegentreffer, wurde aber mit 2plus2plus10 Minuten, umfangreich bestraft (das Vergehen: Beinstellen). Mehr als 3 Minuten konnten die Panther standhalten, dann klingelte der Ausgleich zum 3:3 im Pantherkäfig, Torschütze St. Pierres. Es folgte ein gefährliches Hin-und Her ohne den Sieger auszumachen. Ein harter aber fairer Check von Lamb gegen Collins setzte den Schlusspunkt der regulären 60 Minuten.

Overtime

Und erstmals ging es in die 3 gegen 3 Overtime, eine der diesjährigen Neuerung in der DEL (in Anlehnung an die Modalitäten der NHL). Die erste Chance hatte Augsburg, Cundari scheiterte noch mit der Rückhand. In der 62. Minute schließlich passte T.J. Trevelyan auf Woody Holzmann und der macht das 4:3 n.V.
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