5200 Fans brüllen den AEV zum Sieg gegen Mannheim

Auch im zweiten Heimspiel der Saison gaben sich die Augsburger Panther keine Blöße: Mit 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) wurden die Adler Mannheim niedergekämpft. Die Spitzenmannschaft aus der Pfalz war nach dem EHC Straubing das zweite Team, das in der „neuen“ Hölle des Südens vor 5173 Fans ohne Punkte die Heimreise antreten musste.

Dabei hatten die Adler das Spiel druckvoll begonnen, der AEV wurde in den ersten sieben Minuten ins eigene Drittel gedrängt und konnte sich mehrmals bei Markus Keller bedanken, dem nach seinem tollen Spiel gegen Straubing von Trainer Larry Mitchell wieder das Vertrauen ausgesprochen wurde. Nicht im Aufgebot am Wochenende stand Stephen Werner, wegen Schmerzen im Nackenbereich wollten Mannschaftsarzt Sowa und Trainer Mitchell bei ihm kein Risiko eingehen. Die Reihen wurden deshalb umgestellt, Werners Platz neben Peter MacArthur und TJ Trevelyan übernahm der quirlige Mike Conolly, neben Brian Roloff und Ivan Ciernik stürmte zunächst Sebastian Uvira. Nicht eingespielt und von den Adlern stark unter Druck gesetzt gelang dem AEV zunächst nicht viel, die beste Chance für den AEV vergab Conor Morrison in der achten Minute.

Tore nach Strafen gegen EX-NHL-Star Jochen Hecht


Doch bei den anschließenden Überzahlsituationen sah das plötzlich ganz anders aus: Reul drückte nach einem Foul an Morrison die Strafbank, und der AEV feuerte aus allen Rohren. Zunächst konnte Felix Brückmann, der statt des verletzten Dennis Endras im Adler-Tor stand, die Augsburger Führung noch verhindern, bei der nächsten Strafzeit gegen Jochen Hecht, der nach langen Jahren in der NHL seine Karriere beim Heimatclub Mannheim beenden möchte, konnte TJ Trevelyan den Schläger in einen Schuss des wiedergenesenen Brown halten: Der abgefälschte Puck schlug hinter Brückmann ein, 1:0! Anschließend stand der AEV bei Adler-Powerplay meist sicher, und Keller hielt die Führung fest.

Im zweiten Drittel zeigte Jochen Hecht, dass er die kleinliche Regelauslegung in der DEL im Vergleich zu Nordamerika noch nicht verinnerlicht hat: Erst verhinderte eine angezeigte Überzahl für sein Team durch ein Revanchefoul, dann sorgte er für vier Minuten Powerplay für den AEV. In der Vier-gegen-vier-Situation verlor Reul den Puck, und Trevelyan schloss einen Alleingang zum 2:0 ab, das 3:0 erzielte dann JD Forrest im Powerplay. Bei Mannheim ging im Mitteldrittel wenig zusammen, auch wenn die Adler ein deutliches Chancenplus herausspielten. Einzig bei einem genialen Pass von Lehoux auf Plachta war Keller chancenlos.

Laut wie in der Discothek


Der Schlussabschnitt war dann ein einziger Sturmlauf der Adler und eine aufopferungsvolle Abwehrschlacht des AEV. Unterstützt vom immer lauter werdenden Publikum – per App gemessene Spitzenleistung waren 103 Dezibel, wie vor einer Disco-Box – ließen die Panther nur noch ein Tor zu, als Hecht einmal seine Klasse aufblitzen ließ: Eine Drehung, Connolly lief ins Leere, ein Pass vors Tor, wo Stephen Wagner eiskalt verwandelt. Die Panther warfen sich in der anschließenden Mannheimer Schlussoffensive in jeden Schuss, unter anderem wehrte Ryan Bayda einen Puck mit dem Kinn (!) ab, und als Brückmann für einen zusätzlichen Stürmer sein Tor verließ erlöste Mike Connolly mit einem Schuss ins leere Tor Fans und Team.

Am Sonntag reichte es nach hartem Kampf nicht für weitere Punkte. Zwar brachte Boyle den AEV im ersten Drittel in Führung, zwei Tore von Matt Dzieduszycki jeweils in der Schlussphase des zweiten und dritten Drittels drehten das Spiel, und sechs Sekunden traf Norm Milley ins von Keller verlassene AEV-Tor.

Am Freitag ab 19.30 Uhr gastiert der aktuelle Tabellenzweite EHC 80 Nürnberg im Curt-Frenzel-Stadion, am Sonntag gastieren die Panther beim Tabellenführer Krefeld.

Sonderzug nach Schwenningen


Zum Auswärtsspiel am 14.Oktober bei Aufsteiger Schwenningen fahren die Fanclubs mit einem Sonderzug. Karten dafür gibt es bei Eissport Ziegler am Obstmarkt oder bei den Heimspielen hinter der Südkurve. Bis zum 29. September gilt ein Frühbucherrabatt von 55 Euro inklusive Eintrittskarte, danach 65 Euro.
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