5:3-Sieg: AEV überrollt Wolfsburg

Jaroslav Hafenrichter nach dem 3:0.
 
Werner Gall zum Abschied im Kreise seiner "Buben": Wolfsburgs Co-Trainer Daniel Naud (ganz links), AEV-Vizemeister Jeff Likens (dritter von links) und Wolfsburgs Sportmanager Charlie Fliegauf ehrten ihren ehemaligen Betreuer (Mitte). Am längsten wurden von ihm mit dem immer richtigen Schläger ausgestattet der Sportmanager der Augsburger Panther, Duanne Moeser, AEV-Kapitän Steffen Tölzer sowie Marketing-Manager Leo Conti.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Der AEV startet mit zwei Heimsiegen ins neue Jahr und überholt Mannheim: Nach dem 3:1-Sieg gegen Bremerhaven am Mittwoch kam am Freitagabend Vizemeister Wolfsburg im Curt-Frenzel-Stadion unter die Räder, der Abstand auf Platz 10 verringert sich damit auf drei Punkte. Die Niedersachsen wurden im ersten Drittel hart durchgeschüttelt und lagen verdient 1:3 hinten, im Mitteldrittel versuchten die Grizzlys das AEV-Spiel zu kopieren, gerieten jedoch noch weiter ins Hintertreffen – Zwischenstand nach vierzig Minuten 5:1 für den AEV. Erst gegen Ende des Spiels wurde es nach zwei Foucault-Toren noch einmal kurz spannend, aber die Panther stemmten sich über drei Minuten lang zu fünft gegen sechs Wolfsburger Feldspieler und retteten den Vorsprung über die Schlusssirene.

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Ehrung für Mannschaftsbetreuer Werner Gall, dann geht's los

Sofort nach der Ehrung des langjährigen Mannschaftsbetreuers Werner Gall – er war 40 Jahre lang zuständig unter anderem für das Equipment des Teams – startete der AEV voll durch. Wolfsburgs Spieler hatten kaum Zeit einen Anspielpartner zu finden, da krachte schon der nächste Augsburger dazwischen: Das Kräftesparen durch Verwalten des Vorsprungs im letzten Drittel gegen Bremerhaven hatte sich gelohnt, denn während die Niedersachsen geistig noch beim symbolischen Anspiel durch Werner Gall waren, hatte Thomas Holzmann schon den Pfosten getroffen. Der AEV machte weiter Druck und konnte kurz darauf zum ersten Mal jubeln, Matt White schoss das erste Tor, ein verdeckter Handgelenkschuss fand den Weg vorbei an Felix Brückmann im Grizzly-Tor.

Der Amerikaner hätte kurz darauf nachlegen können, zielte jedoch etwas zu hoch. Auch nicht viel besser machte es Mike Davies: Er säbelte über den Puck, der Richtung Brückmann hoppelte. Wolfsburgs Goalie konnte die Scheibe deshalb nicht kontrollieren und sie landete im Netz – das Tor wurde Jaroslav Hafenrichter zugesprochen, der als letzter Augsburger am Puck war (17. Minute). Schon fünf Minuten zuvor hatten die Panther das nicklige Spiel der Niedersachsen bestraft, gleich während des ersten AEV-Powerplays hatte es geklingelt: Das Tor von Daniel Schmölz war eine Kopie seines Treffers gegen Bremerhaven, nur dass diesmal der tödliche Pass von Thomas Holzmann kam und nicht von Drew LeBlanc.

Die Wolfsburger hatten bis dahin kaum stattgefunden, zeigten aber gleich im Anschluss ans 3:0, dass mit ihnen jederzeit zu rechnen ist: Simon Sezemsky musste den allein durchgestarteten Fabio Pfohl foulen, und der verwandelte den folgenden Penalty.

Zwei Tore aus dem Handgelenk:
Matt White schlenzt Brückmann auf die Wechselbank

Mit der 3:1-Führung ging’s ins Mitteldrittel, wo die über 5.000 Fans eine Wolfsburger Mannschaft sahen, die gegen das physische und schnelle Spiel des AEV jetzt ebenfalls hart und kombinationsstark spielten. Olivier Roy hatte jetzt mehr zu tun, sein Gegenüber Brückmann weniger: Für ihn war das Spiel nach nur 25 Minuten beendet, nach dem zweiten Schlenzer-Tor von White wurde er von seinem Coach Pavel Gross gegen Jerry Kuhn ausgetauscht.

Es dauerte keine zehn Minuten, dann musste auch Kuhn den Puck aus dem Netz holen. Das schönste Tor des Abends hatte Steffen Tölzer aufgelegt: Augsburgs Käpt’n war vor dem Grizzly-Gehäuse aufgetaucht, zog Kuhn mit nach rechts und legte den Puck zurück nach links, wo Mike Davies nach einer Pirouette mit der Rückhand einschob.

Fünf Augsburger stoppen Aufholjagd gegen sechs Wolfsburger
Kölner Haie kommen mit Sonderzug

Wolfsburg gab sich auch nach dem 5:1 nicht auf und startete im Schlussabschnitt eine Aufholjagd. Kristopher Foucault stellte in der 45. und 52. Minute auf 5:3, gut drei Minuten vor Spielende versuchte es Pavel Gross mit sechs Feldspielern und holte seinen Torhüter auf die Bank. Aber Augsburg hielt stark dagegen und versuchte immer wieder mit Weitschüssen das verlassene Tor zu treffen und das Spiel endgültig zu entscheiden. Auch Torhüter Roy versuchte sich am Torschuss, nach seinem Assist zum 3:0 hätte er mit einem Treffer einen Rekord aufgestellt. So blieb es bei einer soliden Leistung und dem Sieg seines AEV.

Es folgen jetzt zwei Auswärtsspiele: Am Sonntag muss der AEV in Düsseldorf ran, am kommenden Freitag in Nürnberg. Zum nächsten Heimspiel am frühen Sonntagnachmittag (14.01. um 14:00 Uhr) hat sich ein ausverkaufter Sonderzug aus Köln angekündigt - es wird deshalb geraten Tickets im Vorverkauf zu erstehen.
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