6:2 gegen Hamburg: AEV weiter im Playoff-Rennen

Big Saves und ein Blackout. Ben Meisner beim 6:2 Erfolg der Panther gegen Hamburg (Foto: G. Stadler)
 
Jubeln Fans und Spieler noch länger? Wenn so weitergespielt wird wie im letzten Hamburg-Drittel sind die Playoffs in der engen Liga drin. (Foto: George Stadler)
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Die Hoffnung lebt. Am Freitagabend stand das erste von drei Sechs-Punkte-Spielen zum Saisonfinale an. Zu Gast waren die Hamburger Freezers. Und die Norddeutschen wurden vom AEV mit 6:2 niedergerungen (1:0 / 0:2 / 5:0). Torwart Meisner hielt die Panther, abgesehen von einem haarsträubenden Blackout, mit spektakulären Saves im Spiel. Letztlich waren die vielen Strafminuten der Hamburger, in Kombination mit erfolgreichem AEV-Powerplay, der Schlüssel zum Erfolg.

1. Drittel

Den ersten Versuch auf einen Torerfolg hatten die Panther, nach unkonventionellem Pass von Drew LeBlanc auf T. J. Trevelyan. Auch die Hamburger erarbeiteten sich erste Chancen wie durch Adam Mitchel, der in der 4. Spielminute aus spitzem Winkel scheiterte. Aber alle Versuche waren leichte Beute von Meisner. Die beste Panthermöglichkeit hatte Tölzer mit einem Blueliner, letztendlich scheiterte Grygiel mit dem Rebound an Kotschnew. Die erste Unterzahl der Panther wurde durch einen übermotivierten Daniel Weiß verursacht (Hoher Stock, 6.). Die Augsburger Unterzahlspezialisten zeigten ein ansprechendes Penaltykilling. In den folgenden Minuten wurde der Goalie der Freezers richtiggehend warm geschossen, u. a. durften sich Derek Dinger und Thomas Holzmann versuchen. Generell eine starke Phase der Panther. In der 11. Spielminute war das Spiel für Jerome Flaake aus, ein harter Bandencheck gegen Holzmann ergaben 5 Strafminuten plus Spieldauer. Und in Überzahl konnte Ben Hanowski einen Pass von Brady Lamb an der blauen Linie aufnehmen und nach kurzem Antritt zum 1:0 einnetzen. Und im Anschluss gab es wieder eine gute Szene für Meisner, der ein Break von Hamburg gerade noch parieren konnte. Wäre ja nicht der erste Shorthander gewesen, den man sich in dieser Saison fängt. Die nächste große Möglichkeit aus ähnlicher Position hatte T. J., aber diesmal war der Goalie der Freezers im Weg. Die nächste dicke Möglichkeit hatte Grygiel in der 15. Ein riesen Bock der Hamburger Verteidigung und ein sensationeller rettender Hechtsprung von Kotschnew verhinderten einen weiteren Panthertreffer. Nach der 5-minütigen Strafe schnürten die Hamburger die Panther ein wenig ein. Das Drittel endete mit einem Foul (Polaczek, Beinstellen, 20.) und in buchstäblicher letzter Sekunde mit einem Bigsave von Meisner.

2. Drittel

So ging es in Unterzahl ins zweite Drittel. Nach gefälliger Kühlschrankkombination war Meisner mit der Fanghand zur Stelle. Und kaum waren die Panther wieder komplett, wollte auch ein Kühlschrank zum abkühlen (Spang, Beinstellen, 22.). Noch die beste Überzahl-Gelegenheit hatte Tölzer mit dem Versuch eines Schlagschusses. In der 8. Spielminute hatte Arvids Rekis seinen Stock zu hoch und im Gesicht eines Hamburgers, machte 2 Minuten. Und wieder war es Ben Meisner der mit einem starken Save seine Panther im Spiel hielt. Den Rest erledigte das Unterzahlteam. Zu Mitte des Drittels wirkten die Hamburger frischer und hatten mehr Spielanteil. Ein katastrophaler fliegender Wechsel der Panther zwang Meisner zur nächsten Glanztat, beim 3-auf-0-Break machte er sich ganz breit und behielt die Oberhand. Einer der wenigen Entlastungsangriffe der Panther brachte Weiß in beste Position, der aber den Puck nicht optimal traf. In der 38. Minute tankte sich Jakobsen in Unterzahl durch die Pantherabwehr, Krämmer saß wegen Stockschlags, und konnte Meisner mit der Rückhand zum 1:1 Ausgleich überwinden (ja es war wieder ein Shorthander). Und dann hatte Meisner einen Blackout. Da helfen alle Bigsaves nicht, wenn der Panther-Goalie von hinter der Torlinie dem Gegner den Puck auflegt. Das 1:2 durch Madsen war der 15. Shorthander dieser Saison gegen die Panther!!!

3. Drittel

Die Panther waren zu Beginn des Abschlussdrittels merkbar erschöpft. Erst ein Entlastungsangriff brachte schließlich den Ausgleich zum 2:2, Torschütze war der Kapitän Tölzer, der den Puck irgendwie an Kotschnew vorbei mogelte. Und die Frezzers ackerten weiter mit viel Dampf nach vorne, Augsburg verlagerte sich auf Entlastungsangriffen. In der 50. Spielminute gab es den nächsten harten Check der Hamburger, diesmal erwischte es Grygiel an der Bande. Dieser Kracher (in wortwörtlichen Sinn) war den Schiedsrichtern aber nur 2 Minuten wert. Und weiter ging es mit harten Bandagen gegen die Augsburger Panther, ein unglücklicher Zusammenprall, Jakobsen fiel auf T. J., ein Stock war da auch noch dazwischen, brachte zum zweiten Mal an diesem Abend 5 Minuten plus Spieldauerstrafe. Bestraft wurde Halten, wohl als Konzessionsentscheidung für den Kracher kurz zuvor zu interpretieren. Und dann bebte die alte Feste: 3:2, Iggulden war zur Stelle (52.). Und es dauerte nicht lange und Augsburg durfte nochmals mit 5 gegen 3 ran. Festerling musste wegen Spielverzögerung vom Eis. Und Iggulden schnürte seinen Doppelpack zum 4:2 (52.). Dem 5:2 ging eine weitere bemerkenswerte Parade von Meisner voraus, im Gegenzug gab es ein 3 auf 2 der Panther mit dem Treffer zum 5:2 (54.), Torschütze Drew LeBlanc. Ein Onetimer aus der Luft machte das halbe Dutzend voll. Mit der Rückhand versenkte Holzmann den Puck unhaltbar zum 6:2.

Ausblick
Am Sonntag müssen die Panther in Wolfsburg ran, am Mittwoch steht bereits Sechs-Punkte-Spiel Nummer zwei gegen die Straubing Tigers auf dem Spielplan. Um die bayerische Woche zu komplettieren werden am kommenden Freitag die falschen Panther aus Ingolstadt im Curt-Frenzel-Stadion erwartet.

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