Absturz nach Höhenflug: Augsburger Panther verlieren gegen Schlusslicht Iserlohn

Rot-Grün-White, vor dem Spiel war die Welt noch in Ordnung.
 
Der AEV stolperte (hier Christian Kretschmann) gegen Schlusslicht Iserlohn und verlor 2:4
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Eine Woche nach einem der besten Spiele seit Jahren, dem 4:0 gegen Nürnberg, mussten die Augsburger Panther eine bittere Niederlage gegen die Iserlohn Roosters hinnehmen. Zwar kämpften sie sich nach einem 0:2-Rückstand zurück ins Spiel, schenkten es aber mit einem Gegentor kurz vor Schluss wieder her.

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Mike Stewart änderte nichts an der Aufstellung , wieder stand Ben Meisner im Tor, der verletzte Derek Dinger sowie die überzähligen Hans Detsch und Alexander Thiel mussten das Spiel von der Tribüne aus ansehen. Die drei sahen zusammen mit knapp 4.100 Zuschauern einen AEV, dem die Iserlohner von Beginn an einen Strich durch die Rechnung machten. Der Roosters-Trainer Pasanen wusste, dass Augsburg gerade zuhause mit mächtig Dampf ins Spiel geht und wollte natürlich nicht so unter die Räder kommen wie Nürnberg vor Wochenfrist. Der Plan ging auf, die Sauerländer machten den Schwaben das Spielen durch frühes Stören schwer und zwangen sie zu schlechten Pässen bzw. zu schlechter Passannahme und kamen so immer wieder zu Turnovers.

So versandete die Anfangsoffensive des AEV und es entwickelte sich ein mittelprächtiges Spiel, im Vergleich zur Gala gegen Nürnberg war es sogar fast unansehnlich: Torchancen waren Mangelware, die besten vergaben Iserlohns Combs und Augsburgs Kretschmann, und die Puckverluste häuften sich. Nur die Defensivabteilungen beider Teams genügten höheren Ansprüchen, so dass es zur ersten Sirene torlos in die Kabinen ging.

Ausgezockt: zwei Gästetore im Mitteldrittel

Das Mitteldrittel sah etwas besser aus, der AEV begann zielstrebiger, vergaß aber das Toreschießen oder wurde von Matthias Lange im IEC-Tor daran gehindert. Ein Entlastungsangriff Iserlohns sorgte in der 25. Minute für die Gästeführung: Kevin Schmidt zockte an zwei Augsburgern vorbei nebens Tor, passte zurück auf Blain Down, und der traf fast unbewacht auf der anderen Seite des Tors aus kurzer Distanz. Fast wäre kurz darauf ein fast identisches 0:2 gefallen, aber Turnbull scheiterte nach einem Combs-Pass am Pfosten. Der zweiten IEC-Treffer war jedoch nur aufgeschoben, denn in der 36. Minute gab es die erste (und einzige!) Powerplay-Gelegenheit für die Roosters. Augsburgs Unterzahl sah zunächst sehr gut aus, Aleksander Polaczek erhielt Szenenapplaus, als er den Puck ins gegnerische Drittel trug und dort noch einige Sekunden von der Uhr spielen konnte. Leider verleitete dieser Angriff die Augsburger zu unkontrollierter Offensive, ein oft tödliches Unterfangen bei numerischer Unterlegenheit : Drei Augsburger standen tief, verloren den Puck, so dass einzig der zurückgebliebene Gabe Guentzel eine Übermacht aus dem Sauerland auf sich zukommen sah. Arvids Rekis kam zu spät zurück, um den Pass von Combs zu verhindern, und Chad Costello hämmerte den Puck zur 2:0-Pausenführung in die Maschen.

Kalte Dusche nach Aufholjagd

Im Schlussabschnitt sahen die Fans dann eine Aufholjagd der Panther: Erst fälschte Drew LeBlanc einen Schuss von Trevor Parkes in den Winkel ab (46. Minute), dann traf Verteidiger Scott Valentine per Schlagschuss zum umjubelten Ausgleich (54. Minute). Augsburg war vorher schon am Drücker - der Ausgleich hätte schon nach einer tollen Chance von TJ Trevelyan fallen müssen – und versuchte das Momentum zu nutzen. Doch die die Sauerländer spielten nicht mit: Kurz vor Schluss traf Combs zu erneuten Führung, gefolgt vom Emptynetter - Meisner war für einen sechsten Feldspieler auf die Bank geordert worden - durch Down zum 4:2 für die Gäste.

Derby in München, Schwenningen am 3. Oktober

Am Sonntag um 16:30 Uhr steht auf dem Oberwiesenfeld das erste Derby gegen München an und am Tag der Deutschen Einheit gastieren die Schwenninger Wild Wings im Curt-Frenzel-Stadion, Spielbeginn ist bereits um 14:00 Uhr.
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